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Kommunalpolitik: Quotenfrau ist okay

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Kommentar Von Jana Tallevi
15.11.2018

Auch Frauen müssen mit ihren Kräften haushalten.

Wer zwischen 25 und 45 ist, arbeitet vielleicht gerade an der eigenen Karriere oder gründet eine Familie, die es dann mit der eigenen Berufstätigkeit zu vereinbaren gilt. Gerade Frauen scheinen in dieser Lebensphase nur wenig Lust zu haben, sich auch noch im typischen Politik-Betrieb zu engagieren: Ermüdende Sitzungen bis spät in die Nacht, am Wochenende Händeschütteln beim Schützenverein – dass ist wohl wenigen wichtig genug.

Anders sieht das bei Frauen in der Mitte des Lebens aus, wie die Biografien der Kommunalpolitikerinnen aus dem Landkreis zeigen. Eines bringen sie alle mit: Erfahrung. Viele haben selbstständig in einem Beruf gearbeitet, haben Kinder großgezogen, Angehörige gepflegt oder erlebt, dass es in der Gesellschaft auch Gruppen und Themen gibt, die zu kurz kommen. Sie wissen, wofür sie sich einsetzen. Eigentlich genau der Typ Politiker, den wir doch wollen.

Übrigens: Es ist gar nicht schlimm oder verwerflich, als „Quotenfrau“ zu starten. Auch Männer haben Netzwerke und Mentoren, bei denen heißt das nur anders. Und beweisen muss sich jede und jeder, der in ein Amt gewählt wird, sowieso.  Zum Artikel

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