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Neusäß

15.11.2019

Kommunalwahl: Bernhard Hannemann tritt in Neusäß gegen Greiner an

Johann Häusler (MdL), Wolfgang Weiland (Fraktionsvorsitzender), Bernhard Hannemann (Bürgermeisterkandidat) und  Melanie Schappin (Landratskandidatin) bei der Nominierung. 
Foto: Andreas Lode

Plus Die Freie Wähler in Neusäß nominieren den ehemaligen Kreis-Fraktionschef als Bürgermeister-Kandidat. Was er in Neusäß verändern möchte.

Viele Jahre war es ruhig um ihn, jetzt tritt Bernhard Hannemann (Freie Wähler) wieder ins kommunalpolitische Rampenlicht: Der 55-jährige Rechtsanwalt aus Ottmarshausen wurde nun von den Freien Wählern einstimmig als Bürgermeisterkandidat für Neusäß nominiert.

„Ich möchte eine Politik bieten, die ihren Schwerpunkt weniger im Verwalten als im Gestalten hat“, sagte der Kandidat bei der Versammlung in Ottmarshausen. Er trete als Alternative für die bürgerlichen Wähler an, „die mit dem Amtsinhaber unzufrieden sind“, so Hannemann. Er betrachte eine Auswahl an Kandidaten als Grundpfeiler der Demokratie, wobei er sich weniger als Wahl-„Kämpfer“ sehe – das sei nicht sein Politik-Stil – „eher als Mitbewerber“. Die besten Ideen sollten gewinnen, weshalb ihm auch die Freien Wähler, wo kein Fraktionszwang herrscht, so gut gefallen. Im Landtag hätten sie in den vergangenen Jahren viel erreicht, „und diese Art der Politik tut auch in den Kommunen gut“, findet der Bürgermeister-Kandidat.

Bernhard Hannemann wollte Landrat werden

Dabei hatte Bernhard Hannemann bisher mit der Neusässer Stadtpolitik nicht viel am Hut, er war auf höherer Ebene aktiv: 2008 wurde er in den Kreistag gewählt und war dort von 2010 bis 2014 Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler. 2008 wollte er auch Nachfolger von Landrat Karl Vogele werden. Er erreichte 12,1 Prozent, die Mitbewerberin Simone Strohmayr (SPD) 27,2 Prozent. Martin Sailer (CSU) gewann haushoch mit 61,7 Prozent.

Obwohl Hannemann als Landratskandidat und Fraktionsvorsitzender bereits sehr bekannt war und auf Listenplatz 5 rangierte, gelang ihm 2014 nicht der Wiedereinzug in den Kreistag und er war seither ohne Mandat.

Diese Phase sieht Hannemann, verheiratet und Vater von vier Kindern, im Rückblick so: „Als meine Frau und ich sechs Jahre lang parallel politische Mandate hatten, waren unsere Kinder noch recht klein und die Kinderbetreuung damals schwierig zu organisieren.“ Hannemanns Frau Katrin Engelmann saß zu dieser Zeit für die Freien Wähler im Neusässer Stadtrat. Daher sei es für die Familie gut gewesen, dass er in den vergangenen Jahren kein politisches Amt innehatte.

Hannemann möchte in Neusäß große Themen angehen

Heute sei die Lage in der Familie viel entspannter: Zwei seiner Kinder sind längst erwachsen und die jüngeren Töchter sind 15 und 18 Jahre alt. Die 18-jährige Merle Engelmann und ihre Mutter Katrin Engelmann haben sich übrigens auch für die Stadtratswahl aufstellen lassen (siehe eigener Bericht auf Seite 3).

Für den Neusässer Stadtrat hat Bernhard Hannemann zwar sowohl 2008 als auch 2014 auf hinteren Listenplätzen kandidiert, „aber mein Ziel war damals der Kreistag“, so Hannemann.

Für Neusäß sieht er einige große Themenbereiche, die er als Bürgermeister angehen würde. Ganz dringend bräuchte Neusäß zur Bekämpfung der Wohnungsnot laut Hannemann ein Flächenmanagement, um Leerstände und Entwicklungspotenzial für Gewerbebetriebe zu erkennen. „Wir müssen uns überlegen, wollen wir in Neusäß nur Wohnraum für Chefärzte, oder auch für alle Bürger?“

Außerdem müsse der ÖPNV deutlich verbessert werden – es reiche nicht, immer nur auf den nicht barrierefreien Bahnhof und die Zugverbindungen zu verweisen. „Es fehlen mehr Verbindungen zwischen den Ortsteilen“, findet der 55-jährige Bürgermeister-Kandidat. Seine Kritik: „In Neusäß hechelt man den Entwicklungen mehr hinterher als vorausschauend Weichen zu stellen.“

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