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Kommunalwahl: Zwei Seiten der Medaille

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Kommentar Von Regine Kahl
16.03.2019

Wenn ich groß bin, werde ich Bürgermeister.

Neben Feuerwehrmann oder Tierarzt steht dieser Beruf hoch im Kurs, wenn Kinder nach ihrem Wunsch gefragt werden. Ist ja auch toll oder? Man ist der Chef, kann sagen, wo es im Ort langgeht und wird immer zum Essen eingeladen. Sicher, das ist die eine Seite der Medaille. Doch dieser Beruf hat auch andere Seiten.

Das war diese Woche bei den Rücktrittserklärungen von Ulrich Maly in Nürnberg und Kurt Gribl in Augsburg rauszuhören. Der Wunsch, nicht mehr jeden Tag der Woche vom Terminkalender durchgetaktet zu sein, wird deutlich. Die Vorfreude auf mehr freie Zeit und Privatleben äußern unisono auch die Bürgermeister, die im Augsburger Land aufhören

wollen.

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Mit Mühe und Not einen Kandidaten gefunden

Sie stöhnen über die zunehmende Bürokratie, den wachsenden Papierkram, der viel Zeit und Energie binde. Vor allem die Gemeindechefs, die die Aufgabe im Ehrenamt ausüben und zusätzlich einem Beruf nachgehen müssen, sind oft am Anschlag. Kein Wunder, wenn in den kleinen Gemeinden oft mit Mühe und Not nur ein Kandidat gefunden werden kann.

Von solchen Ein-Kandidaten-Wahlen, die es auch 2020 bestimmt wieder geben wird, kann man keine Spannung im Wahlkampf erwarten. Bisher zeichnet sich im Augsburger Land sowieso nur wenig Brisanz ab. In vielen und gerade in den größeren Kommunen sind die Amtsinhaber noch jünger und nicht allzu lange Zeit am Ruder. Der Amtsbonus wiegt in der Regel schwer bei der Gunst der Wähler. Das Schöne an Kommunalwahlen ist aber auch, dass das Ergebnis nie ganz sicher vorauszusagen ist. Die Bürger sorgen immer wieder für die eine oder andere Überraschung.

Die Situation in den jeweiligen Gemeinden finden Sie hier: Diese Bürgermeister stehen zur Wahl

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