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Rathauskonzerte

05.12.2014

Konzertmeister musiziert mit Sohn und Freunden

Ein besonderes Geburtstagskonzert machte sich Ludwig Hornung (von links) und spielte an seinem Geburtstag zusammen mit Harry Christian, Gottfried Hefele, Ludwig Schmalhofer und seinem Sohn Maximilian Hornung.
Bild: Manfred Miller

Ludwig Hornung spielt zu seinem Geburtstag auch selbst und überrascht das Publikum in Dinkelscherben

Ein besonderes Ereignis bildete den Auftakt zum zweiten Rathauskonzert in Dinkelscherben. Ludwig Hornung, Organisator der Rathauskonzerte, feierte genau an diesem Tag einen runden Geburtstag. Es gratulierten unter anderem Bürgermeister Edgar Kalb als auch Christoph Lang vom Heimatverein Grund und beide dankten Hornung für sein unermüdliches kulturelles Engagement. Eine besondere Überraschung hatten die Abonnenten und Musikfreunde der Rathauskonzerte für „ihren Konzertmeister“ parat, indem sie ihm einen Kuchen in Geigenform überreichten. Ihr Sprecher brachte zum Ausdruck, wie dankbar das Publikum dafür ist, dass Ludwig Hornung die Rathauskonzerte nun schon seit 24 Jahren erfolgreich durchführt.

Er selbst machte den Musikliebhabern ein Geschenk, indem er zusammen mit seinem Sohn Maximilian, der als berühmter Cellist in allen Konzertsälen der Welt zuhause ist, und befreundeten Künstlern konzertierte. Zum Auftakt spielten der Pianist Gottfried Hefele und Maximilian Hornung die Sonate für Violoncello und Klavier in d-Moll von Claude Debussy. In dieser Sonate, einem Spätwerk Debussys, dominiert nicht, wie bei vielen anderen Cellosonaten des 19. Jahrhunderts das Klavier, sondern das Cello.

Maximilian Hornung stellte einmal mehr seine außergewöhnliche Musikalität, seine in Tiefe gehende gefühlvolle Interpretationsfähigkeit und die ihm eigene musikalische Leidenschaft unter Beweis. Schwermütig, fatalistisch erscheint der erste Satz, um dann das pathetische Element folgen zu lassen. Zweiter und dritter Satz sind zu einer Einheit zusammengefasst. Instinktive Stilsicherheit bewies hier Maximilian Hornung, wenn er ständig zwischen gestrichener und gezupfter Saite wechselte sowie An- und Abschwellen der Lautstärke sehr gefühlvoll einzusetzen verstand.

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In der Pause überraschte Ludwig Hornung seine Konzertbesucher, indem er sie anlässlich seines Geburtstages zu einem Umtrunk einlud.

Der Pianist Gottfried Hefele erfüllte im zweiten Teil des Konzertabends Ludwig Hornung mit der Sonate für Klavier h-Moll von Frédéric Chopin einen Geburtstagswunsch. Das Werk ist durchsetzt mit romantischen Elementen, einem lebendigen Scherzo und prickelnden Achtel-Figuren, die meisterhaft vom Pianisten dargeboten wurden.

Romantisch ging es auch nach der Pause mit dem Quintett in A-Dur von A. Dvorák weiter. Ludwig Hornung (Violine), Harry Christian (Violine), Gottfried Hefele (Klavier), Maximilian Hornung (Cello) und Ludwig Schmalhofer (Bratsche) verstanden es, die dem Stück innewohnende Volkstümlichkeit, was vor allem in der Dumka, einem ukrainischen Volkstanz, zum Ausdruck kommt, musikalisch bravourös umzusetzen.

Hervorragend der Wechsel zwischen langsamen, melancholischen Teilen und schnellen Tanzschritten und schließlich eine schwungvolle Polka zum Abschluss. Das Publikum dankte mit nicht enden wollendem Beifall für dieses außergewöhnliche Konzert.

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