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Ugandahilfe

17.05.2019

Krankenhaus geht das Wasser aus

Brunnenbau in Uganda: Pfarrer Denis Lwegaba (rechts) und ein Vertreter der ausführenden Firma vor der erstaunlich engen Brunnen-Baustelle. Der Brunnen wurde völlig ohne Einsatz von Baumaschinen von Hand ausgehoben. Auf Wasser stieß man erst in über 60 Metern Tiefe.
Bild: Pfützner

Nordendorfer berichten von großen Erfolgen und neuen Sorgen in Afrika

Gleich ein ganzes Bündel von guten Nachrichten konnten der Vorsitzende der Ugandahilfe Nordendorf, Ferdinand Pfützner, und seine Frau Nadia von ihrem jüngsten Besuch in Bukomma mit nach Hause bringen und dieser Tage einem interessierten Publikum vorstellen. Die Tausend-Seelen-Gemeinde, in der Nähe von Viktoriasee und Äquator gelegen, wird von der Ugandahilfe seit 2005 gefördert und unterstützt.

Schwerpunkt der Förderung ist derzeit die endgültige Fertigstellung der neu errichteten und in 2016 eröffneten Krankenstation, in der jährlich mehr als 1000 Patienten behandelt werden. So konnte vor Kurzem der Neubau von vier Wohnungen für das Personal der Krankenstation weitgehend abgeschlossen und zum Teil auch schon bezogen werden.

Nach wie vor ein Problem ist jedoch die Stromversorgung. Bukomma ist noch nicht an das Stromnetz angeschlossen. Die Krankenstation ist daher vorläufig noch auf selbst produzierten Solarstrom angewiesen. Der Anschluss der Gemeinde an das Stromnetz ist zwar in Planung, offenbar aber mit „afrikanischem Tempo“.

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Der Klimawandel macht sich auch am Äquator zunehmend bemerkbar. Seit Monaten bleibt der erwartete Regen aus und die beiden 10000-Liter-Tanks der Krankenstation für die Wasserversorgung blieben damit ziemlich leer, sodass teures Trinkwasser zugekauft werden musste. Die Verantwortlichen um Pfarrer Denis Lwegaba in Uganda und dem Vorsitzenden des Vereins Ugandahilfe Nordendorf, Ferdinand Pfützner, entschlossen sich deshalb, auf dem Gelände der Krankenstation einen Brunnen zu bauen. Die Ausführung des im Februar dieses Jahres begonnenen Projektes gestaltete sich allerdings ziemlich riskant und schwierig, da die ausführende Firma nach monatelangem Bangen erst vor wenigen Wochen in mehr als sechzig Metern Tiefe endlich auf Wasser stieß. Zu erwähnen ist noch, dass der gesamte Brunnenbau unter Lebensgefahr von Hand erfolgte.

Seit Jahren unterstützen die Mitglieder der Ugandahilfe auch ca. 20 Waisenkinder aus Bukomma durch Schulpatenschaften, was nun auch messbare Erfolge gezeigt hat. So konnte das Ehepaar Pfützner zusammen mit Elisabeth Holzapfel bei ihrem Besuch auch einer Abschlussfeier von acht Highschool-Absolventen beiwohnen, drei davon wurde der Schulbesuch von der Ugandahilfe ermöglicht. (AL)

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