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Fischach

08.06.2018

Kredite sind kein Thema in Fischach

Der Haushalt umfasst ein Gesamtvolumen von 18,4 Millionen Euro.
Bild: Mascha Brichta, dpa (Symbolbild)

Gemeinderat ist zufrieden, obwohl die Gewerbesteuer einbricht: Schulden werden zurückgezahlt und es wird weiter investiert.

Die Eckdaten auf der Einnahmeseite des Haushalts 2018 seien ganz wesentlich von geringeren Gewerbesteuereinnahmen gekennzeichnet, machte Bürgermeister Peter Ziegelmeier bei der Beschlussfassung über Haushaltsplan, -satzung und Stellenplan bei der jüngsten Marktgemeinderatsitzung aufmerksam. Im vergangenen Jahr waren es noch über sechs Millionen, heuer voraussichtlich 4,5 Millionen Euro. Beim Abgleich zwischen Einnahmen und Ausgaben führt dies zu einem Minus von rund 984000 Euro.

Zu geringeren Einnahmen trage auch die sicher zu erwartende Abschaffung der Straßenausbaubeiträge bei, ergänzte der Rathauschef. Bei der Dorferneuerung in Reitenbuch schlage dies allein mit circa 360.000 Euro zu Buche. Allerdings stiegen auch die Einnahmen an anderer Stelle, etwa bei der Einkommensteuer.

Defizite durch Grundstückverkäufe ausgleichen

Ziegelmeier ging zudem davon aus, die geringeren Einnahmen durch anstehende Grundstücksverkäufe mehr als ausgleichen zu können. Als Beispiele dafür nannte er unter anderem noch vorhandene Flächen im Gewerbeareal „Weite Eiche II“ sowie Bauplätze im Baugebiet „Nähe Erlenstraße“ und „Nördlich der Hochfeldstraße“. „Insgesamt kann so von einem durchaus noch befriedigenden Ergebnis der Haushaltsplanung für 2018 gesprochen werden“, resümierte er.

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Überhaupt war der von den Ratsmitgliedern einstimmig verabschiedete Haushalt wieder von beeindruckenden Zahlen geprägt. Er umfasst ein Gesamtvolumen von 18,4 Millionen Euro. Dabei weist der Verwaltungshaushalt 12,7 Millionen, der Vermögensetat 5,6 Millionen Euro auf. Die Zuführung in den Vermögensplan beträgt 457000 Euro. Eine Kreditaufnahme ist nicht geplant. „Im Gegenteil“, meinte der Bürgermeister. „Wir werden voraussichtlich eine Schuldentilgung von mindestens 650000 Euro vornehmen können.“ Möglich mache dies ein zwischenzeitlich beurkundeter Grundstücksverkaufsvertrag.

Auf jeden Fall vorgesehen ist die Rückzahlung des noch bei BayernGrund vorhandenen Darlehens. Damit hätte die Kommune dann endgültig sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzierungspartner getilgt. „Innerhalb von dreieinhalb Jahren sind von uns dann 4,6 Millionen Euro zurückgezahlt worden“, verwies Ziegelmeier.

Weitere Investition der Gemeinde in die Infrastruktur

Ziegelmeier gab auch ein deutliches Signal für die weitere Investition der Gemeinde in die Infrastruktur. „Dazu gehört erneut der Schulstandort der Grund- und Mittelschule Fischach-Langenneufnach, für den wir an Schulverbandsumlage insgesamt 1,44 Millionen Euro bezahlen und für die Fertigstellung der Außenanlagen und der Schulausstattung nochmals 560000 Euro aufwenden“, berichtete er.

Weiter sieht der Haushalt für vorschulische Bildung vor Zuschüssen einen Betrag von 1,51 Millionen Euro vor. Im Haushalt sind unabhängig davon für die notwendige Sanierung der Kindergärten St. Michael und St. Vitus zunächst 85000 Euro und für notwendige Baumaßnahmen im Jahr 2019 eine Summe von 300000 Euro eingestellt.

Einen hohen Betrag von knapp einer halben Million Euro weist im Investitionsetat zudem die Aufwendung für öffentliche Sicherheit und Ordnung auf. Etwa ein Drittel davon ist für den Bau des Feuerwehrhauses in Willmatshofen und zwei Drittel sind für die Beschaffung von Fahrzeugen für die Brandschützer in Aretsried und Siegertshofen vorgesehen.

Eine halbe Million Euro für die Kapellen

Ebenfalls rund eine halbe Million Euro verwendet die Gemeinde für die Sanierung der im kommunalen Eigentum befindlichen Kapellen in Fischach und im Ortsteil Reitenbuch. Hinzu kommen heuer für das neue Rathaus und die Planung der weiteren Gestaltung der Ortsmitte 300000 Euro. „Für die nächsten zwei Jahre sieht der Finanzplan einen Betrag von weiteren fünf Millionen Euro vor“, verdeutlichte Ziegelmeier. Ebenso sei die Gemeinde wieder in der Lage, die Aufwendungen für ehrenamtliche Tätigkeiten mit erneut 96500 Euro aufrechtzuerhalten.

Der Bürgermeister sprach auch die kommenden Jahre an. Aus seiner Sicht steht die Marktgemeinde dann vor großen Herausforderungen. Er wies in diesem Zusammenhang insbesondere auf die neue Ortsmitte, die Reaktivierung der Staudenbahn, die Gewerbeerweiterungen und die Anpassung der gemeindlichen Infrastruktur an den zu erwartenden Bevölkerungszuzug hin.

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