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Aufführung

01.04.2015

Kreuzweg der Jugend – und viele gehen ein Stück mit

Jugendliche Akteure beeindrucken die Zuschauer in Augsburg und in Nordendorf

Pfarrer Franz Walden lobte die Souveränität der Darsteller, die den Kreuzweg der Jugend in Augsburg und am Palmsonntag in Nordendorf gekonnt in Szene gesetzt haben. Unter dem Titel „Schach...matt“ zeigten die jugendlichen Akteure verschiedene Szenen aus dem Leben und Leiden Jesu Christi. Die Kinder und Jugendlichen agierten überzeugend und glaubwürdig.

Pfarrer Walden, Leiter der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf, zeichnete als Autor und Regisseur verantwortlich. Im diesjährigen Kreuzweg der Jugend ging es darum, dass um Jesus ein Machtspiel entsteht – Judas Iskariot muss ihn aus diesem Spiel hinausdrängen. Die Besonderheit war in diesem Jahr, dass der Kreuzweg der Jugend nicht nur am Palmsonntag in Nordendorf gezeigt wurde, sondern auch in der Augsburger Innenstadt. Veranstalter waren die Katholische Jugendstelle Augsburg und das evangelische Stadtpfarramt, die Schirmherrschaft hatte Oberbürgermeister Kurt Gribl übernommen.

„Schach...matt“ startete in der evangelischen Barfüßerkirche, führte zum Elias-Holl-Platz, über den Rathausplatz hinüber zum Fugger-Denkmal, machte halt am Moritzplatz, ging weiter zum Zeugplatz (dort spielte die entscheidende Szene auf dem Schachbrett), zum Schaezlerpalais und endete in der Basilika von St. Ulrich und Afra. Immer mehr Menschen fühlten sich bei den Begegnungen mit den jungen Menschen angesprochen und gingen ein Stück des Weges mit.

Ganz bezaubernd spielte der kleine David Häusler aus Ellgau die Rolle des blinden Bartimäus und begeisterte auch durch seine Spontaneität. Daniel Lehenberger aus Allmannshofen verkörperte einen ausdrucksstarken Jesus. Die Zwillingsbrüder Tobias und Alexander Grotz aus Thierhaupten schlüpften in eine Zeitrolle: Sie spielten das Damals und das Heute. Laurenz Sedlacek aus Ehingen war ein ausgezeichneter Judas Iskariot und Daniel Häusler aus Ellgau schlüpfte äußerst glaubwürdig in die Rolle des Hohenpriesters, Jakob Norys aus Kühlenthal agierte als Simon Petrus und Jonas Gollinger spielte seinen Part als Pontius Pilatus überzeugend. Auch die Rollen der Frauen mit Veronika Sedlacek (Ehingen), Louisa Müller (Ehingen), Maria Hirschbeck (Ehingen), Anika Norys (Kühlenthal), Julia Maschke (Nordendorf) und Maria Kirschenmann (Nordendorf) waren hervorragend besetzt.

Die anspruchsvollen Texte stammen aus der Feder von Pfarrer Franz Walden. Die Verantwortung für die Technik lag in den Händen von Günter Hensel, der in diesem Jahr mit seiner mobilen Technikstation besonders gefordert war. Die farbenfrohen, sehr aufwendig geschneiderten Kostüme und die zahlreichen Requisiten zeigten, dass auch hinter den Kulissen ganze Arbeit geleistet wurde. Dafür zeichneten Simone Götzfried und ihr Helferteam verantwortlich. Musikalisch umrahmt wurden die Aufführungen von der Chorband Ehingen mit Solosängerin Lena Hensel, den Solo-Klarinettenpart spielte Angela Langer. Tyron Kretzschmar spielte die Orgel in der Ulrichsbasilika, Christoph Stiglmeir in der Nordendorfer Christkönigskirche.

Unterstützung erhielt Pfarrer Franz Walden, der auch als Erzähler seines Kreuzweges agierte, von Pfarrer Konrad Bestle und seinem evangelischen Kollegen Frank Zelinsky. Gemeindereferentin Sabine Eltschkner stand mit Rat und Tat zur Seite. Dramaturgische Meisterleistungen waren wohl die Szenen auf dem Schachbrett, die Kreuzigungsszene und die Auferstehung. Kurzum: Dieser Kreuzweg der Jugend 2015 ließ beeindruckende Bilder entstehen, Szenen, die anrührten, berührten, betroffen machten und Hoffnung schenkten.

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