1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Kultur im Rainer Winkel wächst zusammen

Thierhaupten

08.07.2019

Kultur im Rainer Winkel wächst zusammen

Die Verantwortlichen haben große Pläne für Kulturveranstaltungen im Rainer Winkel: (von links) Markus Kapfer, Johanna Ruisinger, Johann Geier und Dieter Popp.
Bild: Laura Gastl

Musik, Literatur und andere Künste in der Region sollen vernetzt werden. Dafür stehen Fördergelder zur Verfügung.

Geldsegen und jede Menge Arbeit zugleich für die Interessensgemeinschaft Rainer Winkel: Nach einer erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb „Landkultur“ stellt der Bund der Vereinigung eine Fördersumme in Höhe von 97530,11 Euro zur Verfügung. Bis Ende Juni 2021 hat der Projektträger Zeit, dieses Geld für eine Förderung der Kultur im ländlichen Raum einzusetzen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Vorsitzender Johann Geier durfte dies während der Auftaktveranstaltung des „Rainer Winkel“-Kulturforums im Kapitelsaal des Klosters Thierhaupten verkünden. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten das Ensemble des Musikvereins Thierhaupten und die Gesangsgruppe 2 L8 4 ME & U aus Rain.

Verbunden durch gemeinsame Wurzeln

Der Rainer Winkel: Das Gebiet vorwiegend um den ehemaligen Amtsgerichtsbezirk Rain ist verbunden durch gemeinsame Wurzeln und Bräuche und dennoch eine Region, die es heute auf bürokratischer Ebene gar nicht gibt. Ortschaften von Neuburg über Rain bis nach Thierhaupten werden durch „vier Landkreise und zwei Regierungsbezirke“ voneinander getrennt, wie es der Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange in seinem Grußwort formulierte.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Dennoch verspüre man eine Zusammengehörigkeit auf diesem „kreativen Nährboden“. Dieter Popp von der Regionalberatung Futour, der bei der Bewerbung am Wettbewerb geholfen hatte, konnte dies nur bestätigen: „In der Region trifft das Altbayerische auf das Schwäbische, junge Menschen besinnen sich auf alte Kulturwurzeln.“ Gerade das habe die Jury wohl überzeugt, die Interessensgemeinschaft unter insgesamt 900 Bewerbern auszuwählen.

Besonders glücklich darüber zeigte sich Johann Geier, der als Vorsitzender nun auch noch die Projektkoordination übernehmen wird. Bereits seit 25 Jahren engagiert er sich für die Interessensgemeinschaft. Den anwesenden Bürgermeistern und Vertretern sämtlicher Musik-, Gesangs- und auch Theatervereinen aus der Region berichtete er, was in den nächsten zwei Jahren geplant ist: „Zunächst einmal werden wir bis Ende 2019 eine ordentliche Website programmieren lassen. Dazu gehören dann ein Veranstaltungskalender und ein Online-Kartenverkauf.“

Eigenes Kulturbüro geplant

Außerdem stehe Geld zur Verfügung für die Anschaffung von Bühnen-, Licht- und Tontechnik – für diese Ausstattung soll ein Verleih eingerichtet werden, ebenso ein eigenes Kulturbüro. Auch eine Vernetzung der Vereine und die Öffentlichkeitsarbeit gehörten zu den Aufgaben des Projektkoordinators, so Geier.

Zum krönenden Abschluss des Projekts wünscht sich der Vorsitzende in Zusammenarbeit mit verschiedensten Vereinen die Veranstaltung sogenannter „Rainer-Winkel-Kulturtage“. „Dabei soll das kulturelle Leben in seiner Breite kompakt vorgestellt werden“, beschrieb der Koordinator; vorstellbar seien Termine im Herbst 2020 oder im Frühjahr 2021. Direkt im Anschluss an die Auftaktveranstaltung bekamen alle Vereine die Möglichkeit, sich in die Interessentenliste einzutragen.

Auch Markus Kapfer, der die Teilnahme am Bundeswettbewerb initiiert hatte, sprach ein paar Worte an die Kulturbegeisterten im Kapitelsaal: „Als Interessensgemeinschaft stehen wir für eine bayerisch-weltoffene Kultur und möchten zudem schöne Orte im Rainer Winkel inszenieren.“

Veranstaltungen in der Region

Bereits jetzt schon finden besondere Veranstaltungen in der Region statt, so zum Beispiel das Rainer Winkel-Festival auf Gut Sulz bei Münster. Als ehemaliger Student der Regionalentwicklung habe ihn seine „Affinität zum ländlichen Raum“ zur Teilnahme am Wettbewerb „Landkultur“ bewegt. Er betonte die viele Arbeit, die hinter der Bewerbung stecke und jene, die innerhalb der nächsten zwei Jahre noch auf die Vereinigung zukommen werde.

Mit Johann Geier in der Projektkoordination blickte Kapfer zuversichtlich auf eine erfolgreiche Umsetzung des Rainer-Winkel-Kulturforums. Dabei stehe vor allem die Kooperation der Mitglieder aus verschiedensten Orten in der Region im Zentrum.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren