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Kutzenhausen/Dinkelscherben
21.01.2013

Gemeinden wollen vom dritten Gleis nicht abgekoppelt werden

Der Bahnhof Kutzenhausen soll wohl auch in Zukunft so bleiben, wie er jetzt ist: Der Bundesverkehrswegeplan sieht einen dreigleisigen Ausbau nur noch bis Gessertshausen vor. Das ärgert die Bürgermeister von Kutzenhausen und Dinkelscherben.
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Der Bahnhof Kutzenhausen soll wohl auch in Zukunft so bleiben, wie er jetzt ist: Der Bundesverkehrswegeplan sieht einen dreigleisigen Ausbau nur noch bis Gessertshausen vor. Das ärgert die Bürgermeister von Kutzenhausen und Dinkelscherben.

Die Bürgermeister von Kutzenhausen und Dinkelscherben haben jetzt das getan, was der Fahrgastverband Pro Bahn ihren Kollegen im nördlichen Landkreis geraten hat: Sie versuchen durch ihren Einsatz den Bau eines dritten Bahngleises von Augsburg aus bis nach Dinkelscherben zu retten. Deshalb haben sie Ende vergangener Woche, praktisch in letzter Minute, die Berücksichtigung ihrer Belange im Personennahverkehr im Bundesverkehrswegeplan beantragt.

Hintergrund ist, dass das dritte Gleis zwischen Augsburg und Ulm anscheinend nur noch teilweise gebaut werden soll, die Rede war zunächst von einem Ende in Westheim oder Diedorf, aktuell soll das dritte Gleis bis Gessertshausen umgesetzt werden. Die Pläne waren im vergangenen Herbst über den Bundestagsabgeordneten Eduard Oswald in den Landkreis Augsburg gesickert. Das würde bedeuten, dass ein S-Bahn ähnlicher Verkehr ab Dinkelscherben in Richtung München kaum mehr möglich wäre. Besonders bitter: Kutzenhausen und Dinkelscherben sind die beiden Haltepunkte, die direkt auf Gessertshausen folgen. Bürgermeisterin Silvia Kugelmann aus Kutzenhausen und Bürgermeister Peter Baumeister aus Dinkelscherben haben jetzt, in enger Abstimmung, den Weiterbau des geplanten Streckenabschnitts beantragt. Darüber hinaus fordern beide, zügig über die Inhalte eines bereits vorliegenden Gutachtens zur Begrenzung des dreigleisigen Ausbaus bis Gessertshausen informiert zu werden. Denn einerseits mussten Stellungnahmen zur Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan bis zum 18. Januar, dem vergangenen Freitag, eingebracht werden. Andererseits wissen die beiden Kommunalpolitiker zumindest offiziell gar nicht, warum ausgerechnet Gessertshausen der Endpunkt der Ausbaustrecke sein soll. Denn hier ist der Informationsfluss unterbrochen, heißt es aus den beiden Rathäusern. Diese für die fundierte Planung und Stellungnahme ganz wesentliche Information soll erst im März 2013, das heißt lange nach Ablauf der Öffentlichkeitsbeteiligungsfrist, im Kreistag erfolgen.

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