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Kutzenhausen

29.11.2020

Kutzenhausen finanziert die Toiletten für den Waldkindergarten

In diesem Waldstück bei Agawang ist die Errichtung eines Waldkindergartens anvisiert.
Foto: Judith Schneider

Plus Dem Kutzenhauser Waldkindergarten liegt noch keine Betriebserlaubnis vor. Der Gemeinderat entscheidet sich aber bereits für die passenden Toiletten.

Eigentlich ging es bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats unter anderem nur um die Übernahme der Anschaffungskosten einer Komposttoilette für den Waldkindergarten Blätterdach. Doch dann zeigte dieser Tagesordnungspunkt deutlich auf, dass die geplante Betreuungseinrichtung noch nicht endgültig in die Gänge gekommen ist.

Bürgermeister Andreas Weißenbrunner (Freie Wähler) teilte auf Nachfrage aus dem Gremium nämlich mit, dass der Kindergarten noch nicht laufe. Er habe massive Personalprobleme, so das Gemeindeoberhaupt. Konkret fehle eine Erzieherin. Wann der Waldkindergarten eröffnet werde, sei daher nicht absehbar. Fakt sei, dass für die Einrichtung bislang noch keine Betriebserlaubnis vom Landratsamt vorliege.

Kutzenhauser Waldkindergarten Blätterdach muss erst in Betrieb sein

Johannes Kugelmann (Freie Wählerschaft) folgerte daraus, dass das Gremium dann auch nicht über die beantragten Anschaffungskosten abstimmen müsse. Auch Sabine Eder-Miller (Freie Wähler) meinte, dass der Kindergarten erst in Betrieb sein müsse. Michael Merk (CSU) ergänzte, dass die Toilette relativ schnell beschafft werden könne, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben seien.

Auch der Bürgermeister, ein großer Verfechter des Waldkindergartens, bezog klar Stellung: „Solange die 20 Kindergartenplätze nicht belegt sind, kann keine Förderung erfolgen.“ Er verwies auch darauf hin, dass der Verein Blätterdach von der Gemeinde bereits für die Anschaffung eines gebrauchten Bauwagens als Domizil für den Waldkindergarten inklusive Transport und Umbaumaßnahmen 10.000 Euro erhalten habe.

Komposttoilette ist beschlossene Sache

Mehrheitlich votierte das Gremium schließlich dafür, dass der Verein die naturfreundliche Komposttoilette sowie ein Toilettenhäuschen beschaffe. Die Gemeinde erstattet dem Verein nach Vorlage der Rechnung die Anschaffungskosten in Höhe von knapp 3000 Euro sobald die Betriebserlaubnis erteilt werden kann. Sollte der Verein sich in den nächsten fünf Jahren auflösen, geht die Toilettenanlage - wie bereits beim Bauwagen - in das Eigentum der Gemeinde über.

Mehrheitlich votierte der Kutzenhauser Gemeinderat dafür, dass der Verein eine naturfreundliche Komposttoilette beschaffe.
Foto: EcoToiletten GmbH (Symbolbild)

Thema waren auch die Beschlussfassungen der Satzung für den Besuch der Mittagsbetreuung an der Grundschule sowie die Gebührensatzung für diese Einrichtung. Daraus geht unter anderem hervor, dass die Gemeinde zusammen mit der Schulleitung und der Leitung der Mittagsbetreuung, die auch für den inneren Betrieb verantwortlich zeichnet, für die Organisation dieser Betreuungsform zuständig ist. Die Benutzungsgebühr der Mittagsbetreuung beträgt monatlich 45 Euro bei Inanspruchnahme der Einrichtung bis 14 Uhr und 65 Euro bis 16 Uhr bei elf Monaten für jedes angemeldete Kind. Nimmt ein Kind am Mittagessen teil, ist als Essensgebühr der jeweilige Selbstkostgenpreis zu bezahlen. Mit einigen redaktionellen Änderungen beziehungsweise Ergänzungen in den Bereichen Ausschluss und Haftung, die Ralph Kramer einbrachte, wurden beide Satzungen einstimmig beschlossen.

18 Hundetoiletten sollen aufgestellt werden

Darüber hinaus bestand beim Gemeinderat mehrheitlich die grundsätzliche Bereitschaft, der Anschaffung von Hundetoiletten zuzustimmen. Das Thema ging auf ein Informationsgespräch in der Gemeindehalle Mitte Oktober zurück. Dort hatten rund 70 Hundehalter einheitlich den Wunsch nach Hundetoiletten geäußert. Demnach sollen in den einzelnen Ortsteilen insgesamt 18 Stück aufgestellt werden.

Rund 70 Hundehalter hatten einheitlich den Wunsch nach Hundetoiletten geäußert.
Foto: Anton Schlickenrieder (Archivfoto)

Über einen Zuschuss darf sich schließlich noch die Freiwillige Feuerwehr Agawang freuen. Für die Beschaffung von Stiefeln gewährte das Gremium einen Festbetrag von 130 Euro pro Stiefelpaar sowie für Dienstkleidungen 15 Prozent gemäß den Vereinsförderrichtlinien.

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