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Kutzenhausen

24.01.2019

Kutzenhausen sucht den Bürgermeister

Wer zieht 2020 als neuer Chef ins Rathaus Kutzenhausen ein? Die Parteien und Gruppierungen vor Ort sind bereits in der Findungsphase. Eine neue Liste nennt schon einen möglichen Bürgermeisterkandidaten.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Wer zieht 2020 als neuer Chef ins Rathaus Kutzenhausen ein? Die Findungsphase ist bereits eingeleitet. 

In einigen Gemeinden und Städten werden Bürgermeisterkandidaten wegen Bewerbungsmangel händeringend gesucht. Kutzenhausen ist davon scheinbar weit entfernt. Für den Kommunalwahlkampf 2020 wird dort hinter den Kulissen bereits mächtig Dampf gemacht.

„Wir setzen alles daran, einen Bürgermeisterkandidaten zu finden“, erklärt CSU-Ortsvorsitzender Dirk Pelzeter im Gespräch mit unserer Zeitung. Derzeit stehe er mit zwei Interessenten in Kontakt. Mehr könne und wolle er zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings nicht sagen. Alles sei noch in der Findungsphase. Nur so viel: „Beide Interessenten kommen von außerhalb.“ Die Entscheidung wird wohl in den nächsten Wochen fallen. Wie der Ortsvorsitzende mitteilt, wolle er nach den Winterferien an die Öffentlichkeit gehen, ob die CSU mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten in den Kommunalwahlkampf zieht.

Silvia Kugelmanns letzte Legislaturperiode

Im Frühjahr 2020 endet die Amtszeit von Bürgermeisterin Silvia Kugelmann. Es ist ihre letzte Legislaturperiode. Sie hat bereits signalisiert, dass sie für keine weitere Amtszeit mehr zur Verfügung steht (wir berichteten). Wer ihr politisches Erbe antreten soll, ist auch in ihrer eigenen Gruppierung noch ungewiss. Fest steht allerdings: Die Unabhängige Gesamtgemeinde Kutzenhausen (UGK) wird mit einer Kandidatenliste für den Gemeinderat antreten.

Zu einem eigenen UGK-Bürgermeisterkandidaten kann Rupert Kugelbrey zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch nichts Genaueres sagen. „Wir sind augenblicklich dabei, die verschiedenen Optionen abzuwägen“, berichtet der Zweite Bürgermeister. Eine Entscheidung hierzu stehe noch aus.

Bündnis 90/Die Grünen will keinen Unerfahrenen

Rückmeldung kommt auch von Franz Bossek. Er vertritt Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat. Er wünscht sich einen Bürgermeisterkandidaten aus dem jetzigen Gremium. Dieser würde für das Amt dann bereits ein grundlegendes Know-how mitbringen. „Ein kommunalpolitisch Unerfahrener braucht Jahre zur Einarbeitung.“

Dabei stünden gerade in Kutzenhausen künftig wichtige Herausforderungen an. Als Beispiele nennt er die Energieneutralität und die Innenraumverdichtung beim Wohnbau. Es sei ein Umdenken notwendig. Das künftige Gemeindeoberhaupt dürfe kein Verwalter sein. Wichtig sei ein Gestalter mit Visionen.

Ist das schon eine Bewerbungsrede? „Das Interesse ist da, wenn sich kein guter Kandidat finden lässt“, antwortet Franz Bossek. Jedoch nur, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt würden. In erster Linie sei dies von der breiten Unterstützung im Ort abhängig. Alleine sei ein intensiver Wahlkampf nicht zu schaffen.

Sohn des Altbürgermeisters Sebastian Winkler ist bereit

Ein Stück weiter ist da bereits der Unterstützerkreis der Liste Miteinander umdenken (MU). Er will mit Gregor Winkler ins Rennen ums Bürgermeisteramt gehen. Der Sohn des Altbürgermeisters Sebastian Winkler ist 38 Jahre alt, Energieelektroniker, im Kutzenhauser Ortsteil Buch aufgewachsen und seit 2013 in Aretsried wohnhaft. „Ich möchte Dinge verändern, habe Freude am gemeinsamen Bewegen von Themen und möchte das Miteinander in meiner Heimatgemeinde verbessern“, sagt er. Die Bewegung Miteinander umdenken sei „keine kommunalpolitische Revolution“, erklärt er.

„Wir möchten sachlich beitragen zu Verbesserungen in der Gesamtgemeinde und mit allen politischen Vereinigungen Zukunft gestalten.“ Eine zusätzliche Liste in der Gemeinde schade dem politischen Leben nicht. „Im Gemeinderat sind nämlich keine Listen vertreten, sondern mündige Einzelpersonen“, argumentiert Winkler. Im Frühjahr sollen die Liste und der Kandidat der Bevölkerung vorgestellt werden. Den Auftakt dazu macht die Veranstaltung am Freitag, 15. März, um 20 Uhr im Feuerwehrhaus in Buch. Im Sommer gehe es an die Arbeit, kommunalpolitische Sachthemen im Unterstützerkreis zu erarbeiten, so Winkler weiter. Danach stehe der Wahlkampf an.

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