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Jubiläum in Ellgau

06.03.2009

Lachen ist immer noch die beste Medizin

Seit 20 Jahren lenkt Josefine Stuhler schon die Geschicke des Ellgauer Theaters. Gerade in ihrer Doppelfunktion als Regisseurin und Laiendarstellerin ist es nicht immer einfach, alles unter einen Hut zu bringen. Doch der Erfolg der Theatergruppe gibt ihr Recht.

Schon als Kind entdeckte Josefine Stuhler ihre Leidenschaft fürs Theater, denn bereits in den 50er und 60er Jahren führte die Ellgauer Landjugend unter der Leitung von Josef Eser Stücke auf. "Meist wurden tragische Sachen gespielt, und ich konnte meine älteren Geschwister auf der Bühne bewundern. Damit die Besucher aber nicht zu traurig nach Hause gingen, wurde im Anschluss an jede Aufführung noch ein lustiger Einakter gespielt", erinnert sich Josefine Stuhler.

Der Geschmack des Publikums wandelte sich im Laufe der Jahre. Kurzweilig und unterhaltsam müssen die Vorstellungen heute sein, deshalb werden die Stücke von der Regisseurin mit Bedacht ausgewählt. Denn sie ist immer noch überzeugt: "Lachen ist die beste Medizin." 1989 wurde die Tradition des Ellgauer Theaters wiederbelebt: Der Obst- und Gartenbauverein gründete eine Theatergruppe. "Es fehlte an allen Ecken und Enden", denkt die Theaterchefin zurück. Eine Bühne musste gebaut, ein Vorhang genäht werden, Requisiten und Kostüme fehlten, und vor allem mussten geeignete Darsteller und viele fleißige Helfer gefunden werden.

Schon das erste Stück war ein großer Erfolg

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Nach neun Monaten Vorbereitungs- und Probenzeit hieß es dann zum ersten Mal "Vorhang auf!". Gespielt wurde der Dreiakter "Disco auf dem Lande". Die Aufführung war ein großer Erfolg. Es folgten Stücke wie "Seine Majestät der Kurgast", "Die lustige Brautnacht" oder "Kein Auskommen mit dem Einkommen".

Zehn Jahre spielte die Truppe in der Gaststätte Biehal, und Josefine Stuhler erinnert sich noch an so manche Panne. "Meistens blieb der Vorhang hängen, oder der Strom fiel aus, weil die Stromleitung überlastet war. Da heißt es improvisieren, wenn es plötzlich dunkel wird auf der Bühne."

1999 zieht die Theatergruppe in die neue Mehrzweckhalle um. "Das war eine Umstellung. Doch es ergaben sich auch neue Möglichkeiten." Josefine Stuhler ist experimentierfreudig und will dem Publikum auch mal etwas anderes bieten. Mit "Sei still, Bua", "Umgedräht" oder "s'Elektrische" wählte die Regisseurin Stücke, die das Publikum zum Lachen und gleichzeitig zum Nachdenken brachten. Aber auch Klassiker wie "Der verkaufte Großvater" standen schon auf dem Programm.

Immer an Ostern ist Theatersaison in Ellgau. Josefine Stuhler ist stolz, dass jedes Jahr über tausend Besucher bei vier Vorstellungen begrüßt werden können. Bereits ab Anfang Januar wird zweimal wöchentlich geprobt. "Die Zeit bis zur Aufführung vergeht wie im Flug und wird oft ganz schön knapp."

Zum Erfolg der Theatergruppe tragen nicht nur die routinierten Laiendarsteller bei, die zum Teil seit der ersten Stunde dazugehören, sondern auch die vielen Helfer hinter der Bühne wie Souffleuse, Maskenbilderin und Inspizienten. Tatkräftige Unterstützung erhält Josefine Stuhler vor allem von ihrer Familie. Ihr Ehemann Georg Stuhler ist der Chef des Bühnenbaus, und die Söhne Christian und Johannes sind für die Technik verantwortlich.

Heuer ein Blick hinter die Kulissen

Ein besonderes Stück wird heuer zum 20. Bühnenjubiläum aufgeführt. Mit der Komödie "s'Theater" von Peter Landstorfer kann das Publikum mal einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Aufführungen sind am 12., 13., 17. und 18. April jeweils um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle. Karten gibt ist unter Telefon (0 82 73) 29 30.

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