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Corona-Krise: Starker Anstieg der Arbeitslosenzahlen befürchtet
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Soziales

30.03.2020

„Lagerkoller“: Wo Familien Rat finden

Wie Jugendamt und Diakonie in der derzeitigen Situation helfen wollen

Die Ausgangsbeschränkung während der Corona-Krise stellt auch Familien vor große Herausforderungen. Dies gilt insbesondere für diejenigen, die bereits unter normalen Umständen mit Überforderung, häuslicher Gewalt oder Alkoholproblemen der Eltern zu kämpfen haben. Auf derart betroffene Eltern und Kinder hat das Jugendamt im Landkreis Augsburg derzeit ein ganz besonderes Auge, insbesondere um Kinder in potenzieller Gefahr zu schützen. „Die fehlende Tagesstruktur erschwert die häusliche Situation dieser Tage enorm, deshalb bleiben unsere Sozialpädagogen in sehr engem Kontakt mit den uns bekannten Familien und schutzbedürftigen Kindern“, erklärt Landrat Martin Sailer. Über Telefon oder das Internet hielten die Ansprechpartner im Jugendamt Kontakt zu den Familien und achteten sensibel darauf, erste Warnzeichen von Gewalt oder Vernachlässigung zu erkennen.

Auch die generellen Beratungsangebote für Familien im Landkreis Augsburg werden von den Familienbüros, Familienstationen und Erziehungsberatungsstellen aufrechterhalten. Die persönlichen Gespräche werden nun durch Telefonate oder Online-Beratung ersetzt.

Von Montag bis Samstag stehen größtenteils ganztägig diverse Beratungsangebote verschiedener Träger zur Verfügung. Online oder am Telefon erhalten Eltern hier ohne Wartezeiten und überwiegend ohne Terminvereinbarung praktische pädagogische Tipps und Hilfestellungen. Eine Übersichtsliste mit allen Angeboten und Kontaktdaten steht im Internet unter www.landkreis-augsburg.de/corona-eltern zum Download zur Verfügung.

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Denn viele Eltern stehen im Stress: Zukunftsängste um die Gesundheit der Familie und ihrer Angehörigen, finanzielle Folgen, Sorge um den Arbeitsplatz, Lohnfortzahlung, Kurzarbeit und Firmenschließungen belasten sie. Darauf weist die Diakonie Augsburg hin.

Sie hat daher ein Sorgentelefon eingerichtet, an das sich alle Eltern wenden können. Eltern dürfen sich „mit jeder Unsicherheit an die Fachleute wenden,“ heißt es in einer Mitteilung. Mögliche Themen können sein, Tage zu gestalten und auszufüllen, Konflikte auszuräumen, Kindern die aktuelle Situation zu vermitteln und die eigene Angst zu bewältigen. (AZ)

sind die Familienhilfen und Jugendsozialarbeiter unter 0821/ 45019-3430. Das Telefon ist an allen Werktagen von 9 bis 17 Uhr besetzt.

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