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Landkreis Augsburg
19.04.2021

Corona-Inzidenz steigt weiter: Kreis Augsburg durchbricht 200er-Marke

"Zutritt mit negativem Test", wie hier im Gersthofer Hery- Park, wird es ab Donnerstag im Einzelhandel im Kreis Augsburg nicht mehr geben, falls die Corona-Inzidenz über 200 bleibt.
Foto: Marcus Merk

55 neue Corona-Fälle im Landkreis Augsburg: Die Inzidenz steigt über 200. Was das für die Regeln bedeutet.

Es war abzusehen: Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Landkreis Augsburg am Montag auf über 200. Zum Wochenanfang liegt der Wert laut Robert-Koch-Institut nach 55 neuen Corona-Fällen bei 201,6. Damit reißt das Augsburger Land innerhalb von drei Wochen die zweite Hunderter-Hürde: Erst am 28. März war die Inzidenz wieder in den dreistelligen Bereich geklettert. Bei über 200 lag der Wert zuletzt im Januar. Seit zehn Tagen ist er nicht mehr gesunken.

Verschärfte Regeln im Handel, falls Inzidenz im Kreis Augsburg über 200 bleibt

Momentan dürfen Bürger im Kreis Augsburg noch in fast allen Arten von Läden einkaufen und stöbern. Zumindest nach vorheriger Terminvereinbarung und dem Vorzeigen eines negativen Corona-Tests. Das könnte sich schon ab Donnerstag ändern. Liegt die Inzidenz bis Mittwoch weiterhin über 200, wird der Einzelhandel wieder auf Click & Collect beschränkt, also auf das Abholen von Waren nach vorheriger Bestellung.

Einige Geschäfte dürfen geöffnet bleiben, selbst wenn die Inzidenz weiter bei über 200 liegt: Lebensmittelläden, Drogerien, Reinigungen, Friseure und Betriebe zur Fuß-, Hand-, Nagel- oder Gesichtspflege.

Die restlichen Regeln bleiben wie bisher: Es gilt die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr und die Beschränkung der privaten Kontakte auf den eigenen Hausstand und eine weitere Person. Sport darf nur kontaktfrei gemacht werden, Mannschaftssport ist verboten. Kindertageseinrichtungen bieten nur Notbetreuung an. Schüler, die am Präsenzunterricht teilnehmen, müssen zu Beginn des Schultags ein negatives Ergebnis eines Corona-Tests vorlegen oder sich unter Aufsicht selbst testen.

Gibt es im Landkreis Augsburg bald nur noch Distanzunterricht?

Eine Entscheidung aus Berlin könnte die Regeln im Augsburger Land bald erneut verschärfen: Union und SPD wollen die Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit der sogenannten Bundesnotbremse in ganz Deutschland einheitlich regeln. Im Gespräch sind Schließungen der meisten Geschäfte schon ab einer Inzidenz von 100 oder 150. Für Schulen wäre Distanzunterricht ab einem Inzidenzwert von 165 verpflichtend. Noch herrscht über die geplante Vereinheitlichung keine Einigkeit. Am Mittwoch will das Parlament darüber abstimmen.

Jeder Fünfte ist im Landkreis Augsburg gegen Corona geimpft

Der Landkreis hat am Montag neben der 200er-Inzidenz auch eine Marke erreicht, die Hoffnung macht: Jeder fünfte Bürger ist laut Landratsamt mittlerweile mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Gut 80 Prozent der Immunisierungen fanden in den Impfzentren in Gablingen und Bobingen statt, der Rest zu gleichen Teilen bei mobilen Stationen und in Hausarztpraxen.

Die Stadt Augsburg (Sieben-Tage-Inzidenz: 273), sowie die Nachbarlandkreise Günzburg (285) und Donau-Ries (282) kratzen derweil schon an der Schwelle zur 300er-Inzidenz. Weiter unter 200 liegt der Wert im Kreis Aichach-Friedberg (172) und im Kreis Dillingen (126). (mjk)

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