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Landkreis Augsburg
22.04.2021

Die meisten Raser gibt es im Augsburger Land

Nach dem 24-stündigen Blitzmarathon zieht die Polizei eine erste Bilanz. Der Landkreis Augsburg erreicht einen traurigen Spitzenplatz.
Foto: Alexander Kaya (Symbolbild)

Nach dem 24-stündigen Blitzmarathon zieht die Polizei eine erste Bilanz. Der Landkreis Augsburg erreicht einen traurigen Spitzenplatz.

24 Stunden lang hat die Polizei in Schwaben seit Mittwochfrüh die Raser ins Visier genommen. Nun liegt das Ergebnis des mittlerweile achten Blitzermarathons vor. Die traurige Nachricht: Die mit Abstand meisten Geschwindigkeitsübertretungen gab es im Augsburger Land.

Insgesamt 94 Autofahrer tappten im Landkreis Augsburg in die Geschwindigkeitsfallen der Polizei. Damit gab es deutlich mehr Verstöße als im gesamten Stadtgebiet von Augsburg. Hier blitzte es insgesamt 61 Mal. Disziplinierter verhielten sich hingegen die Verkehrsteilnehmer in Aichach-Friedberg (25 Verstöße) und im Landkreis Dillingen (40). Die wenigsten Tempoüberschreitungen gab es im Landkreis Donau-Ries mit 13 Verstößen.

Raser findet nur eine "mäßige Ausrede"

Den traurigen Höchstwert erreichte der Fahrer eines Audi Q5 an der Messstelle der Bundesstraße B16 bei Schwenningen (Landkreis Dillingen). Er passierte mit 165 Stundenkilometern bei erlaubtem Tempo 100 die Radarfalle. Den Raser erwarten nun neben einer empfindlichen Geldbuße zwei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Eine laut Polizei "nur mäßige Ausrede" hatte ein Raser bei Petersdorf. Er versuchte sich damit zu rechtfertigen, dass er sein Auto erst seit einem halben Jahr habe und die Geschwindigkeit damit noch nicht einschätzen könne.

Doch nicht nur Raser gingen der Polizei ins Netz. In vielen Fällen gab es Verstöße gegen Gurtpflicht oder Autofahrer telefonierten mit dem Handy am Ohr ohne Freisprecheinrichtung. Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss wurden dieses Jahr erfreulicherweise nicht festgestellt. Das Polizeipräsidium Schwaben Nord weist ausdrücklich darauf hin, dass nicht das "Abkassieren" von Verkehrsteilnehmern im Vordergrund stand, vielmehr sollen mit derartigen Verkehrsüberwachungsmaßnahmen schwere Unfallfolgen verhindert und im besten Fall Menschenleben gerettet werden.

Polizeivizepräsident Markus Trebes sagte dazu: "Hinter allen statistisch festgestellten Eckdaten verstecken sich nicht selten persönliche Schicksale und lang anhaltendes menschliches Leid." Viele dieser teils schwerwiegenden Unfallfolgen könnten durch die Beachtung ein paar weniger Vorschriften der Straßenverkehrsordnung vermieden werden, wenn jeder seinen Beitrag dazu leistet. "Hierzu gehört maßgeblich der Faktor nicht angepasste Geschwindigkeit. Rasen tötet!“, betont Trebes.

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