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Landkreis Augsburg
23.10.2019

Neue Grenzen für die nächste Bundestagswahl?

Zum Bundeswahlkreis Augsburg Land gehören auch einige Gemeinden aus dem Nachbarlandkreis Aichach-Friedberg.
Foto: Bernhard Weizenegger (Symbol)

Ein Gutachten untersucht, ob das Augsburger Land abspecken muss. Gefragt sind Vorschläge örtlicher Abgeordneter.

In Berlin wird über eine Verkleinerung des Bundestags nachgedacht, rund um Augsburg gibt es schon länger Spekulationen, dass der Bundestagswahlkreis Augsburg Land kleiner werden soll, weil er möglicherweise zu groß ist. Müssen seine Grenzen neu gezogen werden?

Nach Angaben von CSU-Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz untersucht das aktuell ein Gutachten. Damit jede Stimme ungefähr gleich viel zählt, soll geprüft werden, ob der Wahlkreis, der rund 320000 Einwohner aus dem Landkreis Augsburg und seinem Nachbarlandkreis Aichach-Friedberg umfasst, zu groß ist. Die Bevölkerungszahl darf nämlich von der durchschnittlichen Größe der insgesamt 299 Wahlkreise um nicht mehr als 25 Prozent abweichen. Andernfalls müssen die Grenzen neu gezogen werden.

Stadtbergen nach dem Vorbild von Königsbrunn ausgliedern?

Ein Vorschlag lautete, Stadtbergen nach dem Vorbild von Königsbrunn auszugliedern und dem Wahlkreis der Stadt Augsburg zuzuordnen. Dagegen läuft die SPD Stadtbergen Sturm. Deren Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, Roland Mair, hatte bereits im Mai vorgeschlagen, stattdessen die Stadt Aichach oder andere Gemeinden aus dem nördlichen Landkreis Aichach-Friedberg oder dem Landkreis Augsburg dem Wahlkreis Donau-Ries zuzuschlagen. Er nannte dabei Meitingen und Thierhaupten. Das wiederum lehnte die Landkreis-CSU vehement ab und warnte vor einer Zersplitterung. Kein weiterer Ort aus dem Augsburger Land dürfe aus dem Bundeswahlkreis ausgegliedert werden.

Ob es bei dieser Haltung bleiben kann? Laut Mair wurde inzwischen in der zuständigen Kommission des Bundestags entschieden, dass es für den Bundeswahlkreis Augsburg-Land aktuell keine Veränderung gibt. Allerdings sei laut der Augsburger Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr auch klar: „Es kann nicht bleiben, wie es ist.“ Gefragt seien Vorschläge der örtlichen Bundestagsabgeordneten. 

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