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Landkreis Augsburg

11.07.2017

Landkreis kommt bei Unwetter glimpflich davon

Die Überschwemmungen in Kutzenhausen nachdem Tief ‚Wolf‘ vorbeifegte, waren teils gewaltig.
Bild: Silvia Kugelmann

Überschwemmte Keller, Unfälle auf der Autobahn und kleinere Schäden auf den Äckern: Gewitter und ein Sturm setzten der Region am Wochenende kräftig zu.

In Kutzenhausen war fast jeder dritte Haushalt vom Starkregen am Sonntagabend betroffen. Viele Anwohner ärgerten sich über vollgelaufene Keller und überflutete Grundstücke. Tief ’Wolf’ tauchte plötzlich auf und wütete heftig: Am Ende jedoch kam der Landkreis Augsburg in großen Teilen glimpflich davon.

Hochwasserschutzes: Ein akutes Thema

Kutzenhausens Bürgermeisterin Silvia Kugelmann ist über die Ausmaße in der Gemeinde nicht überrascht: „Die Augsburger Straße gehört zu den neuralgischen Punkten im Ort, die im Fall von Starkregen jedes Mal unter Wasser stehen.“ Auch der Keller der Gemeindehalle und das Rathaus standen unter Wasser. Nun wächst die Hoffnung auf eine schnelle Umsetzung des Hochwasserschutzes. Seit Jahren mahnt die Rathauschefin zur Eile. „Viele haben die Gefahr bis heute nicht Ernst genommen“, sagt sie. Zumindest die Diskussion um den Standort des Feuerwehrhauses scheint nun endgültig vom Tisch zu sein: Wäre die Wahl auf die Augsburger Straße gefallen, hätte das Wetter für eine unschöne Premiere sorgen können.

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Nicht zum ersten Mal mit Unwetter zu kämpfen hatten die Organisatoren des Neusässer Stadtfests. Für Anneli Bronner vom Neusässer Kulturbüro stand schnell fest: Wenn dunkle Wolken aus dem „Chaotendreieck“ Richtung Steppach auftauchen, wird es ungemütlich. Tatsächlich mussten Auftritte kurzfristig abgesagt werden. „Die Besucher haben aber viel Verständnis gezeigt“, sagt sie. Den vermutlich größten Schaden nahm die Technikanlage der freistehenden Bühne im Ägidius-Park. Die Rückwand der Bühne wurde wegen Einsturzgefahr entfernt, so drang jedoch der Regen durch und setzte die Technik unter Wasser. Dennoch sei man „mit einem blauen Auge davon gekommen“.

Landwirte hatten Glück

Zur gleichen Schlussfolgerung kommt der Geschäftsführer des Amtes für Landwirtschaft und Ernährung, Konrad Hörl. Seines Wissens nach beklagen die Landwirte im Augsburger Raum nur kleinere Schäden. Der starke Regen habe derzeit „keine Angriffsfläche“, da etwa der Mais so dicht steht. Wenn dann seien einzelne Pflanzen umgefallen oder umgeknickt.

Hörl wünscht sich für die kommenden Tage höhere Temperaturen, um die Ernte der Wintergerste zu beenden. „Die umgefallene Gerste stellt sich nicht mehr auf. Das kann wegen der Feuchtigkeit am Boden zu Qualitätsproblemen führen.“ Die Landwirte müssten im Zweifel das Getreide länger trocknen, was zu Mehrkosten führt.

Autobahnpolizei gibt Tipps

Kostspielig wurd es am Wochenende auch auf der Autobahn: Dort hat es gleich mehrfach gekracht. Autobahnpolizist Thomas Krumpholz, der am Sonntag im Einsatz war, führt die Unfälle jeweils auf unangepasste Geschwindigkeit zurück. Deshalb rät er : Nicht abrupt abbremsen, sondern das Tempo der Situation angemessen zu reduzieren. Zudem den Abstand zum Vordermann wahren. Er würde sich Verkehrsbeeinflussungsanlagen wünschen: Dann könne gezielt und aktuell auf die Verhältnisse auf den Straßen reagiert werden.

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