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Zusmarshausen-Gabelbach

14.11.2019

Landwirte wollen neue Bahn-Unterführung bei Gabelbach

Der Gemeinderat von Zusmarshausen hat sich dagegen entschieden, die Bahnunterführung in Gabelbach neu zu bauen.
Bild: Marcus Merk

Eine Größere Bahnunterführung in Gabelbach ist den Räten in Zusmarshausen schlicht zu teuer. Im Raum stehen Kosten von rund zwei Millionen Euro.

Die Marktgemeinde will sich keine neuen millionenschweren Kosten für Bahnbrückenprojekte aufbürden lassen. Mitten in der heißen Bauphase des Projekts in Gabelbachergreut, das der Kommune als Besitzer bereits Ausgaben von beinahe vier Millionen Euro beschert, sprach sich der Gemeinderat gegen eine umfangreiche Ausweitung der Unterführung im Nachbarort Gabelbach aus.

Bürgermeister Bernhard Uhl und Gemeinderat Karl Fischer machten gleichzeitig deutlich, dass man die Wünsche von Nutzern insbesondere aus der Landwirtschaft sehr ernst nehme. „Die ganz großen Fahrzeuge passen da in der Tat nicht mehr durch“, gab Fischer zu verstehen und erwähnte die Dimensionen heutiger landwirtschaftlicher Fahrzeuge. Aus dieser Branche waren bei der vergangenen Gabelbacher Bürgerversammlung Beschwerden ergangen und auf die Umwege für die Betroffenen hingewiesen worden. „Auch wir haben ein Recht auf eine Anbindung“, hatte dabei ein Gast betont. Laut Bernhard Uhl stellte sich das Meinungsbild bei der Veranstaltung allerdings als sehr durchwachsen dar. Denn es soll auch Stimmen gegeben haben, die den Sinn und das Kosten-Nutzen-Verhältnis eines neuen Brückenbauwerks in Zweifel zogen.

Zwei Millionen Euro für neue Bahnunterfühung

Diese überwogen nun auch bei der Beratung des Marktgemeinderats. Denn die Vergrößerung der Unterführung – rund vier Meter hoch und etwa sechs Meter breit – hätte Aufwendungen in Höhe von rund zwei Millionen Euro zur Folge, die von der Gemeinde zur Hälfte geschultert werden müssten. Die zusätzlichen Straßenausbau-Gelder von etwa 200000 Euro sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Landwirte wollen neue Bahn-Unterführung bei Gabelbach

„Wir haben doch sinnvollere Vorhaben als so einen Brückenneubau für ein, zwei Leute“, sagte Thomas Günther. Dritter Bürgermeister Stefan Vogg schloss sich dem an und warnte vor künftig ausufernden Kosten. Hubert Kraus wählte die diplomatische Variante mit der Feststellung, dass „die landwirtschaftliche Erschließung doch trotzdem gesichert“ sei.

Harry Juraschek, überrascht ob der „ungewohnten Einigkeit am Tisch“, mochte sich für eine Lösung in Form einer Tieferlegung der unter den Gleisen durchziehenden Straße erwärmen. Sie hatte nämlich ein besorgter Karl Fischer gleich zu Beginn ins Spiel gebracht. Und so steht auch im einstimmig verabschiedeten Beschluss des Gemeinderats, wonach die Bahn prüfen solle, ob so eine Maßnahme zugunsten der Anlieger auch im Zuge des Bahnstreckenausbaus erledigt werden könnte.

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