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Langweid

30.07.2010

Lange Übung mit allen Schikanen

Die Langweider Jung-Feuerwehrleute mussten bei ihrer Übung auch auf der Deponie in Achsheim zum Löscheinsatz ausrücken. Foto: Buchart
Bild: Buchart

Einen Tag Einsatz pur erlebten neun Jugendliche der Langweider Jugendfeuerwehr im Rahmen einer 24-Stunden-Übung. Schwerpunkte waren vier realitätsnahe Trainingsszenarien.

Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren trafen sich am frühen Morgen am Langweider Feuerwehrhaus. Ergänzt wurde die Mannschaft von vier jungen Mitgliedern der aktiven Wehr, die eine Ausbildung am Atemschutzgerät haben, sowie zwei Maschinisten und den Jugendwarten Patrick Theis und Markus Hörmann, die als Gruppenführer fungierten.

Mit Schlauch und Hebekissen von Einsatz zu Einsatz

Der stellvertretende Kommandant Stephan Kratzer hatte sich harte Proben für die Fähigkeiten der Jugendlichen ausgedacht: Als erstes musste der Brand eines Schutthaufens in der Deponie in Achsheim gelöscht werden. An der Einsatzstelle loderte bereits ein echtes Feuer. Eine Gruppe löschte den Brand, aber erst nachdem die andere Gruppe eine 600 Meter lange Schlauchleitung zur Schmutter gelegt hatte.

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Zurück im Gerätehaus mussten die Teilnehmer erst einmal die Ausrüstung wieder auf Vordermann bringen. Danach lernten sie die Ausrüstung zur technischen Hilfeleistung und die Hebekissen in den Fahrzeugen kennen.

Gerade als die Geräte wieder verstaut waren, kam ein Notruf (vom Band): "Eingeklemmte Person und auslaufende Flüssigkeit in Langweid-Foret." Auf dem Gelände des Bauhofs II war ein Kleintransporter mit gefährlicher Ladung verunglückt. Die Jugendlichen mussten mithilfe von Hebekissen eine unter dem Fahrzeugwrack eingeklemmte Puppe befreien und das Fass mit der gefährlichen Ladung abdichten.

Zeit zum Verschnaufen blieb nicht. Die Jugendlichen mussten sich um einen Wohnungsbrand kümmern. Rauch drang aus dem Obergeschoss des Bauhofs, als die zwei Löschfahrzeuge eintrafen. Die Experten mit den Atemschutzgeräten gingen ins Haus und mussten neben dem Löschen eine eingeschlossene Person retten. Die Mannschaften außen retteten per Steckleiter eine andere Puppe.

Auch am Abend forderten die Organisatoren den Jugendlichen allen Einsatz ab. Ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten und einer vermissten Person sollte es dieses Mal sein. Im ehemaligen Bundeswehr-Treibstoffdepot in Langweid-Foret wurde die Sicherung und das Ausleuchten einer Unfallstelle geübt. Die anschließende Personenrettung lief routiniert ab, die vermisste Person wurde rasch gefunden. Trotzdem endete der Einsatztag erst nach Mitternacht.

Es war nur ein Fehlalarm

Schon um 6 Uhr riss das schrille Pfeifen eines Funkmeldeempfängers die Jugendlichen wieder aus ihren Träumen. "Ausgelöste Brandmeldeanlage in einem Gewerbeobjekt in Langweid-Foret", krächzte eine Stimme aus dem Lautsprecher. Doch dieser Einsatz stellte sich als Fehlalarm heraus. Zurück am Gerätehaus wurde nach einem gemeinsamen Frühstück diese ereignisreiche 24-Stunden-Übung beendet. (art)

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