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Langweid

15.11.2018

Langweider fürchten um ihr Gewerbegebiet

Der Gemeinderat Langweid hat noch einige Fragen zur geplanten Erweiterung des Meitinger Stahlwerks. 

Bei den Plänen für die Erweiterung der Lech-Stahlwerke in Meitingen fehlen dem Gemeinderat noch einige Angaben.

Die Lech-Stahlwerke in Meitingen wollen ihr Walzwerk erneuern und erweitern. Die Gemeinde Langweid als direkter Nachbar wurde dafür im Zuge des immissionsschutzrechtlichen Verfahrens um Stellungnahme gebeten. Der Gemeinderat befasste sich in jüngster Sitzung mit dem Vorhaben und hatte eine Reihe von Einwendungen.

Als nicht ausreichend aussagekräftig schätzte der Fachanwalt der Gemeinde die vom Landratsamt vorgelegten Unterlagen zum Vorhaben ein. Es sei zu befürchten, dass zusätzlicher Lärm und Staub die Entwicklung des künftigen Gewerbegebiets Langweid-Nord behindern könnte. Den vorgelegten Stellungnahmen zu den schalltechnischen Auswirkungen sowie der Immissionsprognose für Luftschadstoffe sei nicht zu entnehmen, ob das in der Planung bereits weit fortgeschrittene Gewerbegebiet berücksichtigt worden ist. Somit seien die Unterlagen in diesem Punkt mangelhaft.

Nur durch den Lohwald von den Lech-Stahlwerken getrennt

Das Gewerbegebiet, für das aktuell der Bebauungsplan aufgestellt wird, grenzt im äußersten Norden der Langweider Flur an Meitingen und ist nur durch den Lohwald von den Lech-Stahlwerken getrennt. Die Gemeinde will vermeiden, dass sich durch das Vorhaben des Stahlwerks eine Einschränkung der Nutzung ergibt, so Bürgermeister Jürgen Gilg auf Nachfrage.

Der Gemeinderat beschloss, in der Stellungnahme an das Landratsamt die Einwendungen vorzubringen und deren Berücksichtigung im Rahmen des Verfahrens nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz zu fordern.

Für die Wohnbebauung wird durch die mit der Walzwerkerweiterung verbundenen Änderungen im Bereich der Materiallagerung eine Verbesserung erwartet. Etwas leiser könnte es dadurch für die Bewohner der Gebiete Am Lohwald, in der Lechwerksiedlung und am nördlichen Ortsrand von Langweid werden.

Gegen eine Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Gersthofen wird Langweid keine Einwendungen erheben, beschloss der Gemeinderat. Die gemeindlichen Belange würden davon nicht berührt, so die Meinung im Gremium.

Für den Bereich der „Gailenbacher Mühle“ hatte Gersthofen die Errichtung eines Dienstleistungs- und Gewerbehofs geplant. Diese Planungen sollen nun in einen sogenannten Angebotsbebauungsplan geändert werden. So wird die potenzielle Nutzung des Areals offener gehalten.

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