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07.02.2017

Lechstahl: Pläne stoßen auf Skepsis

Langweider Räte fürchten negative Auswirkungen

Behindert ein Vorhaben im Nachbarort Pläne der eigenen Gemeinde? Nicht einverstanden ist Langweid mit dem rechtlichen Verfahren zu den aktuellen Planungen der Lech-Stahlwerke in Meitingen. Das Unternehmen an der Grenze der beiden Gemeinden möchte, wie berichtet, unter anderem das Walzwerk umfangreich vergrößern und plant in Vorbereitung darauf die Verlegung der Gleisanlagen auf dem Werksgelände. Der Gemeinderat befasste sich in jüngster Sitzung mit dem Thema.

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In ihrer Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren bemängelt die Gemeinde Langweid neben der Begründung den Umstand, dass keine Alternativen geprüft worden seien. Weiterer Kritikpunkt ist die nicht vorgesehene Öffentlichkeitsbeteiligung im emissionsschutzrechtlichen Verfahren zur Walzwerkerweiterung.

„Wir sind nicht bereit, dieses Verfahren einfach durchzuwinken“, erklärte Bürgermeister Jürgen Gilg auf Nachfrage. Nachhaltig betroffen sieht die Gemeinde nach eingehender Prüfung aller Unterlagen den in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan „Gewerbegebiet Langweid Nord“ durch die Planungen der Lech-Stahlwerke. Die im Bebauungsplan festgelegte Emissionskontingentierung sei durch die Änderungen und Erweiterungen des Stahlwerks sowie der Gleisanlagen betroffen.

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Wie berichtet, planen die Lech-Stahlwerke derzeit die Erweiterung ihres Walzwerks. Sie soll Arbeitsplätze sichern und das Werk an die Erfordernisse des Marktes anpassen. Man werde in den nächsten Jahren hundert Millionen Euro am Standort Herbertshofen investieren, hatte Stahlwerksgeschäftsführer Knut Rummler bei einer Bürgerinformationsveranstaltung in Meitingen im Dezember 2016 angekündigt. Unter anderem muss eine bestehende Halle um rund 120 Meter verlängert werden.

Die Verlängerung dieser Halle zieht allerdings einen umfassenden Eingriff in die Werkslogistik nach sich. Verlagerungen von Kranwerkstatt, mechanischem Labor und Glühöfen sind ebenso geplant wie eine neue Lagerhalle. (AL/sdk)

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