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09.09.2019

Lehrkräfte werden oft genug an ihre Grenzen stoßen

Wenn alle Erstklässler an ihrem heutigen ersten Schultag eine ausgebildete Grundschullehrerin vor sich stehen haben, die sie das ganze Jahr über begleiten soll, dann ist die aktuelle Zielvorgabe schon erreicht.
Bild: Bernd Wüstneck, dpa

In den vergangenen zehn Jahren hat sich im schulischen Bereich so einiges verändert. Allerdings nicht immer zum Besten.

Individuelle Förderungen in der vierten Klasse oder einfach die Möglichkeit, im Schulchor zu singen: Was vor etwa zehn Jahren an den meisten Grundschulen auf die ein- oder andere Weise noch geboten wurde, ist heute die absolute Ausnahme. Wenn alle Erstklässler an ihrem heutigen ersten Schultag eine ausgebildete Grundschullehrerin vor sich stehen haben, die sie das ganze Jahr über begleiten soll, dann ist die aktuelle Zielvorgabe schon erreicht.

Freilich, viel passieren darf dann nicht mehr: Wenn mehr Kolleginnen als erwartet schwanger werden oder eine Influenzawelle durch die Klassenräume fegt, dann kann es auch in diesem Schuljahr wieder zu schwierigen Wochen kommen.

Einige hundert Grund- und Mittelschüler mehr

Und das alles, weil es heute mehr Schüler gibt als noch vor zehn Jahren, im Augsburger Land sind das einige hundert Grund- und Mittelschüler. Hätte man den jetzigen Mangel nicht voraussehen können, als noch Zeit war, also vor vier oder fünf Jahren? Ob die Prognosen damals schön gerechnet wurden oder ob die Entwicklung schlecht abzusehen war, das wird den Alltag der jetzigen Grundschüler nicht mehr verändern. Hut ab vor den Lehrkräften, die in den nächsten Jahren sicher oft genug an ihre eigenen Grenzen kommen werden.

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