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Zusmarshausen

10.12.2016

Letztes Wochenende der Kuno-Ausstellung

Fundstücke und Fotos aus Hitlers geheimem Waldwerk sind in der Sonderausstellung zu sehen.
Bild: Marcus Merk

Am Sonntag geht die Ausstellung über Hitlers geheimes Waldwerk in Zusmarshausen zu Ende. Eine weitere Station für die Schau steht schon fest.

Am Sonntag, 11. Dezember, geht die Sonderausstellung „Geheimsache Kuno II“ im Museum Zusmarshausen zu Ende. Darin wird die Geschichte des Waldwerks im Scheppacher Forst dokumentiert, wo in den Jahren 1944 und 1945 die deutsche „Wunderwaffe“ endmontiert wurde: der Düsenjäger Me 262, der wegen seines neuartigen Antriebs die Luftfahrt revolutionierte. Seit Anfang Oktober kamen Hunderte Besucher, um mehr über die Hintergründe und Schicksale des Flugzeugwerks zu erfahren, Erinnerungen auszutauschen und sich vor Ort im Wald ein Bild von dem geheimen Lager zu machen. Am Sonntag ist die Ausstellung noch einmal von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Museumsleiter Andreas Decke zieht Bilanz.

Herr Decke, sind Sie zufrieden mit der Resonanz?

Decke: Ja, die Ausstellung kommt sehr gut an. An jedem Sonntag – wir haben ja nur sonntags offen – kamen etwa 100 Besucher, zu den Vorträgen jeweils etwa 80. Bei der Führung zu den Kuno-Resten im Wald waren sogar 200 Leute dabei. Maximilian Czysz und Hans-Peter Englbrecht haben deshalb noch zwei Sonderführungen im Wald gemacht. Die Besucher kamen von weit her nach Zusmarshausen, bis aus dem Allgäu und aus München. Deshalb haben wir die Ausstellung ja um zwei Wochen verlängert, am letzten Sonntag ist sie nun drei Stunden länger geöffnet.

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Kamen denn im Laufe der Ausstellung neue Erkenntnisse hinzu?

Decke: Mehrere Besucher haben uns Erinnerungsstücke gebracht. Der Elektriker Karl Gaa aus Zusmarshausen zum Beispiel war als Junge im Wald und hat Elemente aus den Cockpits ausgebaut. Die haben wir nun mit in die Ausstellung aufgenommen.

Am Sonntag geht die Ausstellung in Zusmarshausen zu Ende. Was passiert dann mit den Exponaten, sie verschwinden ja hoffentlich nicht auf dem Dachboden?

Decke: Die Sonderausstellung wird ab 15. Januar im Stadtmuseum Burgau zu sehen sein. Dort wird sie teilweise auch noch mit weiteren lokalen Exponaten ergänzt. Eventuell wird „Kuno II“ auch noch im Landratsamt ausgestellt.

Die Ausstellung: Die Sonderausstellung im Museum Zusmarshausen, Augsburger Str. 11, ist am Sonntag, 11. Dezember, von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Um 15 Uhr hält Dr. Alois Epple einen Vortrag über „Das KZ Türkheim, ein Schonungslager“. Im Museum der Stadt Burgau, Norbert-Schuster-Str. 11, wird die Ausstellung dann von 15. Januar bis 19. Februar jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen sein.

Das Magazin: Das Kuno-Magazin „Wunderwaffe aus dem Wald“ der Augsburger Allgemeinen wurde nachgedruckt. Es ist bei „Mein Buchladen“ in Zusmarshausen und bei „Der Buchladen“ in Gersthofen erhältlich. Man kann es auch hier im Onlineshop beziehen oder über die kostenlose Bestellhotline unter der Telefonnummer 0821/777-4444. Der Preis beträgt 9,95 Euro.

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