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Neusäß

27.06.2016

Lob für den modernen, funktionalen Bau

Großzügig und hell wirkt der funktionale Bau, für den die Besucher viel Lob parat hatten.

Trotz Freibadwetter besichtigen rund 100 Interessierte das Haus der Musik und Jugendkultur in Neusäß. Was ihnen gefallen hat und mit welchen Problemen die Musiker noch zu kämpfen haben

Zugegeben, es war nicht gerade optimales Besichtigungswetter am schwülheißen Samstagnachmittag. Trotzdem lockten die „Architektouren“ rund 100 Interessierte ins Haus der Musik und Jugendkultur und einige auch in den neuen Emmaus-Kindergarten schräg gegenüber. Denn nicht alle hatten vor einem jahr beim „Tag der offenen Tür“ die Gelegenheit nutzen können, das imposante Gebäude von innen zu sehen.

„Ganz toll, modern und schlicht, gefällt mir sehr gut“, lautet das Urteil von Hannelore Huber aus Diedorf, die mit ihrem Mann in die Nachbarstadt gekommen war, um das Gebäude zu besichtigen und sich die Details von den planenden Architekten erläutern zu lassen. Vor Ort war Architekt und Projektleiter Uli Wiese von den Dürschinger Architekten aus Fürth, die vor vier Jahren den Architektenwettbewerb der Stadt Neusäß gewonnen hatten. Das Büro aus Fürth konnte unter anderem mit ihren Konzept für die zwei getrennten Eingänge und Bereiche für die Musiker einerseits und das neue Jugendkulturhaus Stereoton andererseits punkten.

Das Jugendzentrum beeindruckte auch Petra und Johannes Wiedenmann aus Neusäß: „Ich finde es gut von der Stadt, dass sie auch für die Jugendlichen etwas Hochwertiges, Schönes hingestellt hat“, meint Petra Wiedenmann nach einem Rundgang durch alle Probenräume. In vielen Orten stellt man der Jugend immer nur die „ältesten, abgewracktesten Räume zur Verfügung“, wo sich niemand wohlfühlen kann. Ihr gefällt das Gebäude wegen der modernen Form und der Funktionalität. „Schön, wie sich die Farbe Rot wie ein Faden durchzieht“. Markant ist das Gebäude unter anderem aufgrund der teils roten Gussglasfassade.

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Architekt Uli Wiese weiß, dass die Nutzer größtenteils hochzufrieden sind mit ihrem neuen Domizil. Kleine Probleme mit der Akustik hat noch die Stadtkapelle in ihrem Probenraum, und die Raumluft war vielen zu trocken. Wie Hausmeister Erwin Gutmayr erklärt, habe die Stadt deshalb etliche Luftbefeuchter angeschafft, seitdem hat sich das Problem gelöst. „Inzwischen haben sich auch alle Gruppen eingelebt und die Gemeinschaft ist sehr harmonisch“.

Für die Besucher der Architektouren stand für jede Nutzergruppe im Haus der Musik ein Ansprechpartner für fragen zur Verfügung, etwas Vorsitzende Laurie Neumann-Oblinger für die Stadtkapelle oder Achim Binanzer für die Städtische Sing- und Musikschule. Der hatte gleich ein paar seiner jungen Bläser mit dabei, die die Gäste mit flottem Swing empfingen. „Nebenbei habe ich auch schon Beratungsgespräche für den Musikunterricht geführt“, schmunzelt Binanzer.

Das war einer der Vorteile, dass der Besucherandrang nicht zu groß war: Es blieb mehr zeit für Gespräche und individuelle Führungen durch den Architekten.

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