Lügt Rotkäppchen?

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Kommentar Von Maximilian Czysz
19.08.2018

Schuld sind die Brüder Grimm: Das Märchen um Rotkäppchen brachte dem Tier das Image einer Bestie ein.

Für den Wolf blieb am Ende nur eines: der Tod. So wie für Tausende andere, die früher erbarmungslos gejagt und ausgerottet wurden. Kaum ein Tier hat nur annähernd eine so starke Wirkung auf Menschen wie der Wolf, weshalb der Naturschutzbund schon die Werbekampagne „Rotkäppchen lügt“ ausrief.

Wer das Tier zum Inbegriff des Bösen macht, tut ihm allerdings unrecht. Freilich ist der Wolf nicht harmlos. Er ist auch kein Schmusekätzchen, sondern ein Raubtier, das sich wie Wildkatze und Luchs neue Reviere suchen wird. Vielleicht auch im Augsburger Land. Der Wolf ist aber weder gut noch böse. Er ist einfach nur wild und damit nicht berechenbar. Deshalb hat er auch nichts in der Nähe von Menschen verloren. 

Wer ihn duldet, geht ein Risiko ein. Denn Wölfe, die ihre Scheu aufgeben, sind gefährlich. Deshalb muss jetzt aber niemand die Pferde scheu machen: Denn die Zahl der Angriffe von Wölfen auf Menschen ist selbst in der Wildnis vergleichsweise gering. Es ist vermutlich wahrscheinlicher, von einem Wildschwein über den Haufen gerannt zu werden. Zum Artikel

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