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Konzert

19.03.2019

Mal melancholisch, mal beschwingt

Das Akkordeonorchester Biberbach präsentierte sich beim Konzert in der Schulaula vielseitig.
Bild: Sabine Eltschkner

Biberbacher Akkordeonorchester nimmt mit auf einen Streifzug durch die Musikgeschichte

Beim Konzert des Akkordeonorchesters der Musikschule Biberbach in der Schulaula konnte die Besucher erneut die große Bandbreite erleben, die vom zart beschwingten „Faust-Walzer“ aus der Oper „Margarete“ von Charles Gounod bis hin zu dem durch Bill Haley berühmt gewordenen Rock’n’Roll „See You Later, Alligator“ reichte.

Dafür mitverantwortlich ist wohl der „basisdemokratische Stil“, wie Vorsitzender Werner Sinninger es nannte, den der musikalische Leiter Josef Deffner im Umgang mit einem Orchester pflege. Darum folgte auch auf das eher dramatische „Danse Macabre“ aus der Feder des „französischen Mozarts“ Camille Saint-Saëns, das gefühlvolle „I Will Always Love You“, das durch die Interpretation von Whitney Houston Weltruhm erlangt hat. Mit dem Tango „Por una Cabeza“ von Carlos Gardel und „Venti d’oriente“, bekannt geworden in den 1990ern durch „Rondo Veneziano“, stiegen die Musikerinnen Musiker direkt mit „Chattanoog Choo Choo“ in die von Harry Warren brillant in Musik übersetzten Eisenbahnzüge ein. Der Big-Band-Sound aus der Zeit Glenn Millers wurde dabei ebenso perfekt intoniert, wie das Anschleichen des „Pink Panthers“ in der Filmmusik von Henry Mancini. „Russische Fantasien“ von Jörg Draeger brachte dann die russische Seele zum Klingen, angefangen von einer rasanten Fahrt über das weite Land, die leichte Melancholie und die absolute Lust am Feiern.

Charmant und amüsant begleitete Ingrid Knöpfle das Publikum mit ihren Textbeiträgen durch den Abend. Sie schilderte einleitend zu den „Kultschlagern der 70er-Jahre“ das damalige Lebensgefühl zwischen Hotpants und Ölkrise. So wurde dann auch im Zuschauerraum mitgesungen und geklatscht, wie natürlich auch bei der Titelmusik zur Kultserie „Die Maus“. Nach der zwischenzeitlich schon traditionellen Gesangseinlage des Orchesters, diesmal mit „Lollipop“, einschließlich fliegender süßer Lollies am Ende, blieb die Frage offen, ob möglicherweise im kommenden Jahr sogar eine flotte Tanzeinlage zu erwarten ist. Was in Wien beim Neujahrskonzert die Wiener Philharmoniker können, das kann das Akkordeonorchester Biberbach schon lange: Als Schlusspunkt servierten die Musikerinnen und Musiker den „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauß, Vater. Nach zwei Zugaben ging dieser Streifzug durch mehrere Jahrhunderte Musikgeschichte zu Ende. (selt)

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