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10.03.2009

Manchmal nützt Pragmatismus

Verspielt Gersthofen ohne Not die Chance, die ungeliebte Bahnstromtrasse aus dem Stadtgebiet zu verbannen? Auf den ersten Blick könnte man den Eindruck haben. Allerdings ist es schon bezeichnend, wenn die beauftragte Anwaltskanzlei von sich aus abwinkt, von einem Prozess abrät und damit auf Geld verzichtet. Als chancenlos bezeichneten die Juristen das Unterfangen, den Verlauf der Trasse auf dem Rechtsweg zu beeinflussen. Und das ist verständlich, auch wenn der frühere Gersthofer Bürgermeister Siegfried Deffner sich vor Jahresfrist noch angriffslustiger gezeigt hatte. Das Problem: Ein Verfahren könnte recht schnell sehr teuer werden. Denn das Besondere an dem Verfahren ist, dass Instanzen übersprungen werden. Nach dem Bayerischen Gerichtshof geht das Verfahren direkt nach Karlsruhe. Dort ist nicht nur die Luft dünner, die Prozesse gehen auch sehr schnell ins Geld. Aber es gibt einen weiteren Grund, nicht dem Beispiel Friedbergs zu folgen. Der Umstand, dass die Masten höher als zunächst geplant werden, belässt den Gersthofer Stadtplanern mehr Spielraum. Manchmal kommt man eben mit Pragmatismus weiter.

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