Newsticker

USA: Fünf Millionen gemeldete Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Manfred Brummer übergibt in Allmannshofen die Verantwortung

Kommunalwahl

20.02.2020

Manfred Brummer übergibt in Allmannshofen die Verantwortung

Die Kirchberghalle ist ein Millionenprojekt, das in Allmannshofen während der Ära von Manfred Brummer umgesetzt wurde. Die Mehrzweckhalle wird rege genutzt. Bereits bei der Eröffnung im Jahr 2014 (Foto rechts) kündigte der Bürgermeister an, dass es seine letzte Amtsperiode ist.

Plus Als Nachfolger kandidiert nur Markus Stettberger. Er kümmert sich schon jetzt um die Kirchberghalle. Eine Lösung für den Kindergarten muss her.

Bereits vor sechs Jahren – zur Einweihung des Mammutprojekts Kirchberghalle und pünktlich zum Beginn der Amtsperiode 2014 bis 2020 – machte Bürgermeister Manfred Brummer keinen Hehl daraus, dass dies seine dritten und letzten sechs Jahre als Chef der Gemeinde werden sollten. Zur Halbzeitbilanz im Jahr 2017 verkündete er, die Themen anstoßen zu wollen, die er auch sicher zu Ende bringen kann. Hat’s geklappt?

In weiten Teilen sicher. Der neue Bauhof bald eingeweiht, und Kloster Holzen zieht nach wie vor reichlich Touristen und Gäste an, die die Gegend mithilfe der Lauschtour erkunden. Die Kirchberghalle, das rund Zwei-Millionen-Euro-Projekt, funktioniert gut für die Ortsgruppen und darüber hinaus.

Das Großprojekt Kirchberghalle sorgt für feste Einnahmen

Markus Stettberger, der sich als Zweiter Bürgermeister federführend um die Vermietung und Belegung der Mehrzweckhalle kümmerte und nun wohl der Nachfolger von Brummer werden wird, berichtete zufrieden von festen Einnahmen. Dennoch schwingt der Rest-Ärger über die Auflösung des Bankschalters nach. Die VR-Bank hatte einst ein Nutzungsrecht bis 2024 ausgehandelt, zog aber noch in der ersten Hälfte von Brummers letzter Amtszeit aus. Zwischenzeitlich war eine Beratungsstelle des BRK eingezogen, die den Mietvertrag vorzeitig aufgelöst hat, um der Gemeinde für die Kinderbetreuung nötige Räumlichkeiten zurückzugeben.

Ehemaliger Bankschalter löst das Platzproblem im Kindergarten

Seit Kurzem löst der ehemalige Bankschalter nämlich die Platzproblematik im Kindergarten. Aus dem Kindergarten des Arbeiter-Samariter-Bundes wurde zu Beginn des Kindergartenjahrs 2019/2020 ein kommunaler Kindergarten.

Bereits bei der Eröffnung der Kirchberghalle im Jahr 2014 kündigte Bürgermeister Manfred Brummer an, dass nun seine letzte Amtsperiode beginnt. Diese endet nach der Kommunalwahl 2020.

Zudem wurden dort zehn Krippenplätze geschaffen. Insgesamt 45 Kinder können damit in der Kita am Kirchberg betreut werden. Diese Tatsache bedeutet für Brummers Nachfolger Stettberger, der bereits seit September die Personalverantwortung für die kommunale Kita trägt, aber mitnichten, dass dieser nun die Hände in den Schoß legen darf, denn die Betriebserlaubnis an diesem Standort ist befristet – bis 2023.

Allein muss sich Stettberger dieser Aufgabe natürlich nicht stellen. Bei der Nominierungsversammlung der Wählervereinigung Allmannshofen, bei der er mit 86,3 Prozent als einziger Bürgermeisterkandidat in Allmannshofen nominiert wurde, wurde auch eine Liste von insgesamt 16 Interessenten für einen Posten im Gemeinderat öffentlich gemacht. Damit wird heuer in Allmannshofen gewählt wie vor sechs Jahren – nämlich von einer Einheitsliste, der Wählervereinigung Allmannshofen.

Für acht Plätze im Gemeinderat gibt es 16 Kandidaten

Das war nicht immer so: Zur Wahl 2008 traten die CSU/Freie Wählergruppe und die Aktiven Bürger an. Im Jahr 2002 waren es sogar drei Listen – die CSU/Freie Wählergruppe, die Aktiven Bürger und die FDP/Unabhängige Bürger.

Acht Plätze sind im Gemeindrat zu besetzen, es gibt diese 16 Kandidaten: Michael Kratzer, Johannes Negele, Claudia Ettenreich, Peter Kratzer, Hans-Jürgen Klein, Christian Meitinger, Ina Wegele, Sebastian Girstenbrei, Fabian Lück, Christian Sauer, Michael Grob, Peter Schmidt, Mario Braig, Michael Brügner, Sebastian Steppich und Veljiko Matic. Aktuell im Gemeinderat aktiv sind gerade mal drei der Kandidaten dieser Liste: Peter Kratzer, Michael Kratzer und Sebastian Girstenbrei. Auch Stettberger besetzt aktuell einen von acht Sitzen im Gemeinderat. Norbert Bräutigam, Norbert Lück, Bernhard Meitinger und Stephan Weigl werden sich aus dem Gremium verabschieden.

Gruppierungen und Vereine sorgen für ein buntes Ortsgeschehen

Wer auch immer den Sprung ins Gremium schaffen wird, wird mitwirken an der Weiterentwicklung des Orts, in dem Gruppierungen wie die Initiative Buntes Allmannshofen (IBA), der neu gegründete Verein Dorferleben Allmannshofen und zahlreiche weitere Vereine für ein buntes Ortsgeschehen sorgen.

Durch die Ausweisung von Bauplätzen ist der Ort seit 2014 deutlich gewachsen. Am 18. März 2014 lebten 815 Bürger in Allmannshofen, damit war die Gemeinde die kleinste Gemeinde im Landkreis Augsburg. Heute sind es 926 Einwohner (Stand: 30. Juni 2019), die kleinste Kommune im Landkreis ist nun die Nachbargemeinde Kühlenthal. Was geblieben ist, ist ein Superlativ, der Allmannshofen bleiben wird – denn der Ort ist und bleibt der nördlichste im Landkreis Augsburg.

Sieben Fragen an Markus Stettberger

Markus Stettberger kandidiert in Allmannshofen für das Amt des Bürgermeisters.
Bild: Stettberger


1. Was sind die wichtigsten Vorhaben, die Sie nach Ihrer Wahl vorantreiben wollen?

Markus Stettberger: Mein wichtigstes Vorhaben „Heimat erhalten – Heimat gestalten“ ist auch die Zielsetzung unserer Wählerliste „Wählervereinigung Allmannshofen“. Ich beschäftige mich heute schon mit Fragen wie: „Wie kann man Heimat im Alter erlebbar machen? Wie entwickelt sich der Betreuungsbedarf im Kindergarten? Wie können Freizeitmöglichkeiten in der Gemeinde ausgebaut werden?“ Ein gesunder Finanzhaushalt muss eine Grundvoraussetzung für eine zukunftsorientierte Dorfentwicklung sein. Es ist ein Anliegen, das Vereinsleben, das Ehrenamt und das Miteinander in unserem Dorf nachhaltig zu stärken.

2. Wenn Sie sich für Allmannshofen etwas wünschen könnten, was wäre das?

Stettberger: Ich wünsche mir in der Verantwortung als Bürgermeister, dass wir im täglichen Miteinander das „Wir“ in den Mittelpunkt rücken und respektvoll in allen Themen miteinander umgehen.

3. Was muss für die wachsende Zahl der älteren Bürger getan werden?

Stettberger: Ein klares Patentrezept gibt es da für mich nicht. Natürlich wird sich der neu gewählte Gemeinderat mit dem Thema befassen und dann an Lösungen arbeiten. Persönlich gehe ich davon aus, dass nachhaltige Lösungen nur zusammen mit den anderen Gemeinden möglich sind.

4. Was wollten Sie als Kind werden und was wurde aus Ihrem Traum?

Stettberger: Da ich als Kind viel auf dem Bau geholfen habe, wollte ich früher Maurer werden. Nach der Schule habe ich aber eine Ausbildung als Industriemechaniker begonnen. Der berufliche Werdegang hat mich bis heute geprägt und ich bin dankbar und froh, dass ich mich damals so entschieden habe.

5. Welche positiven Eigenschaften würden Sie bei einem Bewerbungsgespräch nennen?

Stettberger: Ich bin ein normaler Mensch mit Stärken und Schwächen. Ich würde von mir behaupten, dass ich zuverlässig, ehrlich, offen und zielstrebig bin.

6. Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Allmannshofen?

Stettberger: Der Lieblingsplatz ist zu Hause bei meiner Familie – und vielleicht bald im Amtszimmer des Bürgermeisters?

7. Mit welchen drei Worten würden Sie Allmannshofen beschreiben und warum?

Stettberger: „Heimat“ – die tiefe Verwurzelung in Allmannshofen gibt mir das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit in unruhigen Zeiten. „Lebensmittelpunkt“ – Allmannshofen bietet allen Bürgerinnen und Bürgern einen zentralen Ruhepol, um das Leben zu genießen. Andererseits ermöglicht die Einbettung zwischen Donauwörth, Meitingen und Augsburg den besten Zugang zu verschiedenen Arbeitgebern. „Schön“ – dieses einfache Wort beschreibt die geografische Lage sowie das gepflegte Erscheinungsbild unserer Gemeinde.

Markus Stettberger (Wählervereinigung Allmannshofen)

  • Alter: 48 Jahre
  • Aufgewachsen in Allmannshofen
  • Wohnort: Allmannshofen
  • Familienstand: Verheiratet
  • Kinder: Vier Kinder im Alter von 14 bis 22 Jahren
  • Ausbildung und Beruf: Industriemechaniker mit Weiterbildungen zum Industriemeister sowie „Technischen Betriebswirt“, seit 2010 bin ich freigestellter Betriebsratsvorsitzender
  • Hobbys: Familie, Wandern in der Natur
  • Politische Ämter, Vereinsmitgliedschaften, Ehrenämter: Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Allmannshofen, passive Mitgliedschaften in Vereinen wie Feuerwehr, Schützenverein, Gymnastikverein sowie im SC Allmannshofen.
  • Entspannung finde ich: beim Joggen, bei Treffen mit Freunden und natürlich bei meiner Familie


Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren