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Diedorf

01.10.2017

Marktgemeinde feiert zwei Wochen Kultur

Die Diedorfer Kulturtage hat das Sinfonische Blasorchester Diedorf unter der Leitung von Georg Miller jetzt eröffnet.
Bild: Andreas Lode

Das Sinfonische Blasorchester überzeugt mit einem Kaleidoskop aus Stilrichtungen und Komponisten. 14 Tage lang gibt es nun jeden Tag künstlerische Veranstaltungen

Das sei der richtige Moment, einmal alle Befindlichkeiten innerhalb der Gemeinde beiseitezuschieben und sich ganz der Freude an der Musik hinzugeben. Es war Georg Miller, der Dirigent des Musikvereins Diedorf, der den Gästen des Eröffnungskonzerts der Diedorfer Kulturtage diesen Rat für den Konzertgenuss gab. Auch sollte man nicht nach möglichen Fehlern suchen, denn damit nehme man sich doch nur selbst die Freude an der Musik. Was fast wie eine Gebrauchsanleitung klang, hatten die Mitglieder des Sinfonischen Blasorchesters im Musikverein aber gar nicht nötig. Zu überzeugend war das Programm, das Georg Miller für den Abend zusammengestellt hatte und zu überzeugend war auch das Spiel der Musiker – der Genuss kam so ganz von selbst. Den Geist, den Puls in der Musik wollte der Dirigent den Zuhörern mit seiner Auswahl an Stücken von verschiedenen Dirigenten aus ganz unterschiedlichen Epochen unter dem Titel „The spirit of music“ aufzeigen. Einen Puls, der sowohl in den bäuerlichen Gesängen der Carmina Burana von Carl Orff zu spüren war wie auch in Bearbeitungen von Popliedern von Paul Simon, Freddy Mercury, Falco oder Gotthard und der Filmmusik zu „Caravans“ von Mike Batt.

Weil die Besetzung im Sinfonischen Blasorchester mit zusätzlichen Holzblasinstrumenten als in der „klassischen“ Blasmusik zulässt, sich auch durchaus sinfonischen Musikstücken zu widmen, hatte Georg Miller gleich zwei Arien von Johann Sebastian Bach ausgesucht. Ein durchaus gelungenes Experiment. Und doch, wo der Musikverein Diedorf herkommt, das kann er nicht verstecken. Als die Meisterstücke des Abends können deshalb mit Recht Ross Roy des niederländischen Komponisten Jacob de Haan und Crossbreed des jungen Deutschen Thiemo Kraas gelten, Stücke, die beide Originalkomposition für Blasorchester sind. Wie beseelt spielten die Musiker hier.

Zum 13. Mal veranstaltet die Marktgemeinde Diedorf in diesem Jahr zwei Wochen lang ihre Kulturtage. Mit Stolz und Vorfreude eröffnete Bürgermeister Peter Högg das Programm, das aus einerseits bewährten Veranstaltungen, aber auch einigen Neuigkeiten bestehe. Neben Musikfreunden waren auch viele Mitwirkende und Sponsoren sowie Gastgeber der kommenden Tage waren zu der Eröffnungsveranstaltung gekommen. „Öffnen Sie Herz und Augen für die kleinen Wunder und Glücksmomente“, forderte Högg das Publikum auf. Welchen Anspruch die Diedorfer Kulturtreibenden dabei an sich selbst stellen, das haben die Instrumentalisten des Musikvereins zum Auftakt eindrucksvoll bewiesen.

Schon gestern ging es kulturell weiter, Andreas Meyer und Julia Schweiger boten im Café Niedermair Wiener Kaffeehausmusik und in der Immanuelkirche eröffnete eine Ausstellung mit Analogfotografien von Uwe Bayer. Am heutigen Montag, 2. Oktober, gibt es bei den Bücherfreunden in Biburg eine heimatliche „Wein-Lese“ um 19 Uhr . Einen ganzen Tag mit Kultur gibt es dann am Feiertag, 3. Oktober, beginnend mit „einem Stündchen Musik“ im Garten des Bildhauers Erwin Brenner um 11 Uhr.

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