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Neusäß

25.07.2018

Markus Söder kommt mit einer festen Zusage nach Neusäß

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Ministerpräsident Markus Söder trägt sich ins Goldene Buch ein, mit dabei: (von links) Stadtbergens Bürgermeister Paulus Metz, die Stadträtinnen Inge Steinmetz-Maas (FW), Monika Uhl (CSU), Barbara Heidemann (SPD) und ihr Fraktionskollege Ralph Glass sowie der Neusässer Bürgermeister Richard Greiner.
Bild: Marcus Merk

Der Ministerpräsident trägt sich ins Goldene Buch von Neusäß ein. Er war gekommen, um sich eine Sorge anzuhören.

Nein, das Wort „Parkplätze“ wollte Ministerpräsident Markus Söder dann doch nicht ins Goldene Buch der Stadt Neusäß schreiben. Gestern war er auf eine Stippvisite vor dem Klinikumsfest in Augsburg in die Nachbarstadt gekommen, um sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Dabei war es genau dieses Thema, weshalb Landrat Martin Sailer den Kurzbesuch vermittelt hatte. Neusäß und auch Stadtbergen fürchten nämlich, durch die neue Uniklinik von vielen parkplatzsuchenden Patienten, Klinikmitarbeitern und Studenten regelrecht überrollt zu werden.

Was den Bürgermeistern so Sorgen macht

Allerdings steht nun nicht im Goldenen Buch „Der Parkplatz kommt“ – in Anlehnung an das Zitat seines Vorgängers Horst Seehofer im Goldenen Buch der Stadt Augsburg, „Die Uniklinik kommt.“ Stattdessen schrieb Söder unter den vorgegebenen Text „Die Stadt Neusäß, der Nachbar des zukünftigen Universitätsklinikums, begrüßt herzlich den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder“ der Zusatz „PS: Wir lösen alle Probleme miteinander“.

Der Neusässer Bürgermeister Richard Greiner interpretiert das so, dass dieses große Bedenken der Stadt Neusäß in Bezug auf das Klinikum zumindest angekommen ist und wahrgenommen werde. So gab es am Ende für Richard Greiner und seinen Stadtberger Kollegen Paulus Metz zwar noch keinen Förderbescheid für weitere Stellplätze, aber doch aus dem Mund des Ministerpräsidenten „meine feste Zusage“, dass das Problem der Stellplätze gemeinschaftlich angegangen werden soll.

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Was den Bürgermeistern so Sorgen macht: Die Augsburger Stellplatzverordnung sieht für je zehn Studenten einen Parkplatz vor. Das werde nicht reichen, ist Paulus Metz überzeugt. Vergleichbare Universitäten würden mindestens einen Stellplatz je fünf Studenten anbieten, sagt er und verweist darauf, dass in Zukunft möglicherweise Studenten auch in Fischach oder Zusmarshausen leben werden und nicht mit dem öffentlichen Nahverkehr, sondern mit dem eigenen Auto zum Campus fahren. Immerhin grenzt das Stadtberger Virchow-Viertel an die eine Seite des neuen Unicampus, mit Westheim und Steppach umschließen gleich zwei Seiten von Neusäß das Areal in einem 90-Grad-Winkel.

Leben und leben lassen

Mitten im Schönen liege Neusäß schon und als Schulstadt im Augsburger Land bekannt, so führte Bürgermeister Greiner den Ministerpräsidenten in das „starke Fleckchen Bayern“ ein, das er gerade besuche. Und nun sei man glücklich über die Perspektiven, die die kommende Gesundheitsregion biete. In Bezug auf Perspektiven gab der Ministerpräsident noch einen wichtigen Hinweis, in welche Richtung man sich da bewegen könne: In Augsburg solle ein Schwerpunkt des bayerischen Krebsforschungszentrums angesiedelt werden. Neusäß hofft auf gewerblichen Zuwachs von Unternehmen, die mit der Uniklinik verbunden sind, etwa Forschungslabors.

Auch wenn er eigentlich nur zehn Minuten in Neusäß bleiben wollte: Am Ende nimmt sich der Ministerpräsident noch Zeit für ein ganz anderes Thema. Eines, ohne das es aktuell überhaupt nicht geht: die sogenannte Flüchtlingskrise. „Die Zukunft der Mitte ist die Mitmenschlichkeit“, das hat ihm dafür SPD-Stadtrat Ralph Glass als Stichwort geliefert. Ja, die Balance von Humanität und Ordnung sei etwas, mit dem sich die Gesellschaft im Moment schwertue, so Markus Söder. Und sieht dabei auch Defizite auf der Seite des Gesetzgebers: Abgeschoben werden sollten jene, die straffällig oder gar gewalttätig seien, nicht die, die anerkannt seien und eine faire Startchance verdient hätten. „Das klappt irgendwie nicht“, so der Ministerpräsident.

Doch auch bei diesem Thema sieht Bürgermeister Richard Greiner kaum Nachholbedarf für die Stadt Neusäß: Leben und leben lassen, so gelte es hier.

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