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Ehingen

29.01.2021

Martin Kuchenbaur arbeitet in Ehingen 49 Jahre im selben Betrieb

Martin Kuchenbaur (Mitte) hat 49 Jahre bei Metallbau Miller in Ehingen gearbeitet - von der Lehre bis zur Rente. Petra Miller und Unternehmensinhaber Günter Miller verabschieden ihn.
Foto: Monika Matzner

Plus In 49 Jahren bei Metallbau Miller in Ehingen hat Martin Kuchenbaur drei Chef-Generationen erlebt. Nun freut er sich auf seinen Ruhestand.

Knapp ein halbes Jahrhundert im selben Betrieb beschäftigt sein und ihn ein Stück Heimat nennen – diese seltene und besondere Geschichte schreibt das Berufsleben von Martin Kuchenbaur aus Ehingen.

Insgesamt 49 Jahre lang schmiedete er bei seinem örtlichen Arbeitgeber, der Firma Metallbau Miller in Ehingen: von der Lehre bis zur Rente. In großer Anerkennung für das Geleistete dankt Inhaber Günter Miller seinem Gesellen, der Ende des Monats in den Ruhestand geht, für die jahrzehntelange Einsatzbereitschaft im Familienunternehmen.

Martin Kuchenbaur hat Metallbau Miller stets die Treue gehalten

Im Jahr 1972 begann Martin Kuchenbaur seine Ausbildung als Landmaschinenmechaniker bei Hermann Hartmann im Handwerksbetrieb Schmied und Landmaschinenhandel. Nach den Lehrjahren erhielt er den Gesellenbrief und hat dem Familienbetrieb, der bereits in fünfter Generation geführt wird, stets die Treue gehalten. Drei Chef-Generationen hat Martin Kuchenbaur in den 49 Betriebsjahren erlebt: den damaligen Seniorchef Michael Hartmann, Lehrmeister Hermann Hartmann sowie dessen Schwiegersohn Günter Miller, der seit dem Jahr 2000 die Firma leitet.

Für Kuchenbaur galt es in den knapp fünf Jahrzehnten, sich stets den Anforderungen der Zeit und dem geänderten Leistungsspektrum anzupassen – vom Landmaschinenhandel über Kunstschmiedearbeiten bis hin zur Fertigung mit neuen Materialien und moderner Technik. Die Arbeit habe ihm immer Spaß gemacht. "Wenn die Kundschaft zufrieden war, war ich es auch", kommentiert er knapp. An einen Wechsel des Arbeitsplatzes habe er nie gedacht.

Viele von Martin Kuchenbaurs Werken sind in Ehingen zu sehen

Aus seinen knapp 50 Berufsjahren "Beim Schmied", wie der Hausname seit Generationen auf das traditionelle Handwerk verweist, kann er viel erzählen. Er sah die Töchter seines Lehrmeisters aufwachsen. Die jüngste, Petra (Miller), ist heute seine Chefin.

Gerne erinnert er sich auch an die Anfangszeit als Geselle, als beispielsweise das Sensendengeln (schärfen) für die Landwirte an der Tagesordnung stand. Oder an die Reparatur von Traktoren, die heute als Oldtimer unterwegs sind. An vielen Projekten seiner Heimatgemeinde hat er mitgewirkt, als Beispiele seien die Eisentore der Pfarrkirche oder die Innengeländer des Rathauses genannt.

Letztes Handwerksstück kommt auf die Spitze der Ehinger Kirche

Auch ganz kuriose Unikate habe er mit Hammer, Amboss und Schmiedefeuer gefertigt, verrät er lachend, und nennt dabei einen Keuschheitsgürtel. Mit etwas Stolz erzählt Martin Kuchenbaur von seinem letzten Handwerksstück, einem schmiedeeisernen Kreuz. Es wird nach der derzeit laufenden Renovierung der Ehinger Frauenkirche auf der Kirchturmspitze seinen Platz finden.

Nun freue er sich auf den Ruhestand und viele Fahrradtouren mit seiner Gattin Marlies. Wenn er künftig als Rentner in seiner Heimatgemeinde unterwegs ist, werden ihn zahlreiche Projekte an seine 49-jährige Tätigkeit "Beim Schmied" erinnern.

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