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Gemeinderat

22.11.2018

Mehr Flüchtlinge, weniger Helfer

Helferkreis sucht dringend Unterstützer. Zahl der Untergebrachten in Asylunterkunft steigt

Die Sitzung des Gemeinderates Heretsried begann mit einem Hilferuf der Verantwortlichen des Helferkreises, der die in Heretsried untergebrachten Flüchtlinge unterstützt. Die Zahl der Asylbewerber in der Unterkunft steige wieder, doch etliche Helfer hätten ihr Ehrenamt aufgegeben.

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So seien die Koordinatoren von Fahrdiensten und Arztbesuchen weggefallen. Bauchweh bereite auch, dass der ehrenamtliche Deutschunterricht im Rathaus nicht mehr wie im bisherigen Umfang stattfinden könne. Für vier Flüchtlingskinder stehen zudem keine freien Kindergartenplätze zur Verfügung. Je mehr Helfer es gebe, desto geringer sei die Belastung für den Einzelnen. Die Helferkreis-Mitarbeiter baten deshalb um Unterstützung der Mitbürger. Auch wer nur wenig Zeit habe, sei eine Hilfe und willkommen. Neben dem Hilferuf der Ehrenamtlichen standen weitere Themen zur Debatte.

Bürgermeister Heinrich Jäckle informierte, dass die Stelle für die Koordination der Nachbarschaftshilfe besetzt ist. Nachdem das Projekt durch das Sozialministerium gefördert wird, erhalten die Helfer nur sieben Euro Entschädigung, diejenigen, die Hilfe in Anspruch nehmen, zahlen acht Euro. Die Beträge liegen damit niedriger als sie angedacht waren.

Mehr Flüchtlinge, weniger Helfer

Der Gemeinderat stimmte einer neuen Satzung zur Reinigungs- und Streupflicht von Straßen und Gehwegen zu, die am 1. Januar 2019 in Kraft tritt. Gemeinderat Winfried Jacob schlug vor, Mahnschreiben für diejenigen, die ihrer Pflicht nicht nachkommen, künftig gebührenpflichtig zu machen. Bürgermeister Jäckle will die Idee prüfen lassen.

Für die Bauarbeiten in der Kläranlage Heretsried hat die Submission zur Auftragsvergabe stattgefunden. Leider habe sich kein Generalunternehmer für das Gesamtprojekt beworben. Somit werde es auf vier Firmen hinauslaufen, die die Arbeiten ausführen, teilte Bürgermeister Jäckle mit. Das Ingenieurbüro habe die zu erwartenden Preise sehr gut kalkuliert. Lediglich beim Tiefbau betrug das günstigste Angebot statt der veranschlagten 250000 Euro 334000 Euro, was aber wohl mit der derzeitigen Auftragslage in der Baubranche zu tun habe.

Die Verkehrsüberwachung soll künftig zweimal im Monat stattfinden, auch wenn die Kosten für eine Geschwindigkeitsmessung jeweils 500 Euro betragen. Binnen zwei Stunden wurden bei der letzten Messung 120 Temposünder erwischt. Geschmunzelt wurde, dass es auch in den Reihen der Gemeinderäte „Selbstversuche“ gegeben habe.

Winfried Jacob berichtete, dass die Geschwindigkeitsmesstafel ausgelesen worden sei. Der traurige Spitzenreiter fuhr mit 148 Stundenkilometern von Emersacker kommend in den Ort Lauterbrunn hinein.

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