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Landgweid/Gersthofen

13.02.2019

Mehr Flüsterasphalt auf der B2 bei Langweid

Der neue Flüsterasphalt soll auf der B2 bei Langweid  bis Stettenhofen eingebaut werden
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Der neue Belag soll nun bis Stettenhofen eingebaut werden. Weshalb er nicht auf der gesamten Strecke kommt.

Teilerfolg für die vom Straßenlärm geplagten B 2-Anlieger bei Langweid. Wenn voraussichtlich Ende Mai auf Höhe der Stiftersiedlung so genannter Lärm mindernder Asphalt eingebaut wird, soll dieser Abschnitt länger werden, als ursprünglich geplant. Wie der CSU-Landtagsabgeordnete Georg Winter am Dienstag gegenüber unserer Zeitung sagte, wird der „Flüsterasphalt“ nun bis zum Beginn des Erdwalls bei Stettenhofen um etwa einen halben Kilometer verlängert. So soll im Bereich Stettenhofen der Lärmschutz verbessert werden.

Laut Winter kam dieser Beschluss infolge eines Ortsbesuchs von Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) im Dezember zustande. Sein Fazit: „So haben wir jetzt etwas erreicht.“ Im weiteren Verlauf der autobahnähnlichen Bundesstraße bis Meitingen ist ein verbesserter Lärmschutz dagegen bis auf Weiteres nicht in Sicht.

Dort kann das staatliche Bauamt den Einbau von Lärm minderndem Asphalt erst veranlassen, wenn – wie auf Höhe der Stiftersiedlung – eine Erneuerung des Straßenbelags fällig ist. Das aber hängt davon ab, ich welchem Zustand die Straße ist.

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Messfahrzeuge überprüfen den Fahrbahnbelag

Beurteilt wird dieser mit Hilfe der so genannten Zustandserfassung und -bewertung (ZEB). Dabei wird werden spezielle Messfahrzeuge über die Straße geschickt, die den Belag auf Kriterien wie Risse, Griffigkeit oder Ebenheit untersuchen und am Ende Schulnoten verteilen. In diesem Falle gilt: Je schlechter diese ausfallen, desto besser. Denn damit würde Flüsterasphalt für die Abschnitte bei Langweid, Erlingen und Meitingen näher rücken.

Derartige Befahrungen finden alle vier Jahre statt. Die Bundesstraße durch den nördlichen Landkreis Augsburg ist heuer wieder dran. Die Ergebnisse werden dann für Mitte kommenden Jahres erwartet, heißt es in einem Schreiben des staatlichen Bauamtes an Winter. Der schlussfolgert: „Das ist die Grundlage, etwas zu tun, falls es sich vertreten lässt.“

Weshalb die Behörden den Einbau eines neues Belags als „Krücke“ her nehmen müssen, um für den Lärmschutz etwas tun zu können, liegt am Planfeststellungsbeschluss, an den sich das Bauamt halten muss. Darin ist festgehalten, dass ein nachträglicher Lärmschutz nur gerechtfertigt sei, wenn auf der B2 rund 48000 Fahrzeuge am Tag fahren und der Schwerlastverkehr bei 20 Prozent liegt. Tatsächlich liegt er Anteil der LKW in diesem Bereich bei nur etwa zehn Prozent.

Verkehr auf der B2 nimmt zu

Insgesamt aber hat der Verkehr auf der B2 in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Auf der vierspurig ausgebauten Straße wurden 2018 im Jahresschnitt fast sechs Prozent mehr Fahrzeuge gemessen als im Jahr 2016. Das zeigen Zahlen der automatischen Zählstelle bei Langweid. Laut den dort erhobenen Daten hat sich das Verkehrsaufkommen seit den 1990er-Jahren verdreifacht. (cf)

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