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28.11.2019

Mehr Illertisser sollen Zählerstände online melden

In Illertissen sollen mehr Bürger die Stände ihrer Wasserzähler online melden.
Foto: B. Weizenegger

Wasseruhren Bislang nutzt nicht einmal die Hälfte der Eigentümer den digitalen Weg. Ein Gewinnspiel soll das ändern

Illertissen Wer den Stand seines Wasserzählers online meldet, kann Preise gewinnen: Heuer veranstaltet die Stadt ein Gewinnspiel zur alljährlichen Erhebungsaktion. Rund 60 Preise winken den Teilnehmern. Ziel ist, dass mehr Eigentümer ihre Zählerstände übers Internet angeben, sagt Tanja Schmidt, die im Rathaus für den Bereich Steuern, Gebühren und Liegenschaften zuständig ist. Das erleichtere nicht nur die Arbeit – es verhindere auch Fehler.

Alle Jahre wieder erhalten rund 5300 Eigentümer von Gebäuden in Illertissen ein Schreiben von der Stadtverwaltung: Darin befindet sich eine Karte, mit der Bitte den Stand des Wasserzählers zu notieren und zurückzuschicken oder abzugeben. Allerdings können die Daten auch online auf der Website der Stadt eingetragen werden. Den digitalen Weg wählen bislang etwa 2000 Illertisser und damit nicht einmal die Hälfte der Eigentümer. Das soll sich ändern, sagt Schmidt: Die Online-Meldung sei einfacher für die Bürger, spare Papier und schließe Fehlerquellen aus – beim Übertragen der Daten passiere mitunter schon mal ein „Vertipper“. Online könne die Stadtverwaltung direkt mit den Daten der Bürger arbeiten.

Damit künftig mehr Eigentümer die Zählerstände übers Internet melden, gibt es heuer ein Gewinnspiel. Rund 60 Preise im Wert von insgesamt 1000 Euro hat die Stadtverwaltung zusammengetragen, durch Spenden oder selbst gekauft. Darunter befinden sich unter anderem Eintrittskarten für Kultur im Schloss, für die Illertisser Gartenlust, für Fußballspiele des FV Illertissen, fürs Nautilla, für E-Bike-Fahrten und für eine Stadtführung. Die Marktleute des Wochenmarkts steuern Waren bei. Schmidt hofft, dass die Zahl der Online-Meldungen dadurch steigt. Als diese Möglichkeit vor sechs Jahren eingeführt wurde, sei die Begeisterung dafür zunächst groß gewesen, so Schmidt. Doch zuletzt stagniere die Zahl der Mitteilungen übers Internet. Wer die Option heuer ergreift, nimmt automatisch am Gewinnspiel teil. Aber nicht nur Eigentümer können mitmachen: Jeder, der Verwandte, Freunde, Bekannte bei der Onlinemeldung unterstützt, könne seine Geschichte dazu per E-Mail einsenden (und so teilnehmen).

So manche falsche Zählermeldung wird aber auch der Online-Weg wohl nicht verhindern: Mitunter würden Bürger eine Stelle der Zahlenfolge weglassen, weil sie „ein Pünktchen“ auf der Wasseruhr irrtümlich für ein Komma hielten, weiß Schmidt. Auch „Nullen“ würden gern mal vertauscht. Mitunter komme es sogar vor, dass aus Versehen die Zählernummer des Stromzählers genannt werde – wodurch sich meistens eine hohe Nachzahlung ergibt. Solch „extreme Abweichungen“ fielen jedoch bei der Kontrolle auf, sagt Schmidt.

Melden können die Bürger ihre Wasserzählerstände ab dem kommenden Montag, 2. Dezember. Die Frist läuft bis Dienstag, 7. Januar. Anfang des neuen Jahres sollen die Gewinner der Preise ausgelost werden. Aufgrund der Meldungen berechnet Schmidt etwaige Nachzahlungen für den Wasserverbrauch und die Höhe der Vorauszahlungen, die quartalsweise fällig werden.

Bevor Karten und Onlinemeldung vor sechs Jahren eingeführt wurden, waren in der Vöhlinstadt Ableser unterwegs. Allerdings freuten sich nicht alle Bürger über solche Besuche, sagt Schmidt. „Gerade wenn dann im Winter einiger Schmutz von der Straße mit ins Haus gebracht wurde.“

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