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Lechtal/Nordendorf

28.05.2018

Mehr Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling legt seine Eier nur auf die Blüten des Großen Wiesenknopfes. Beim Mähen der Wiesen nimmt der Wasserverbund Rücksicht auf den Entwicklungsstand der Larven dieses Schmetterlings.

Wasserverband Der Naturschutz rückt stärker in den Vordergrund. Ein Tier allerdings bekommt keine Unterstützung.

Lechtal In der Arbeit des Wasserverbandes Schmutter Nord rückt der Naturschutz neben dem bloßen Erhalt der rund 20 Kilometer Gräben zwischen Eisenbrechtshofen und Nordendorf immer mehr in den Vordergrund.

Anhand vieler Fotos stellte Verbandsvorsitzender Georg Roth bei der jährlichen Ausschusssitzung in Westendorf die laufenden Projekte vor. In Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth wird Schritt für Schritt die Europäische Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt. Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband stehen kleinteilige Naturschutzprojekte auf dem Plan.

Sind es Entwässerungsgräben oder kleine Bäche, an deren Rand zwischen Feldern und Wiesen bunte Blumen und üppige Gräser wachsen? Ganz klar ist das nicht immer und auch die Ansichten zur Pflege variieren nach Blickwinkel. Die einen wünschen sich blitzsauber gemähte Wasserrinnen, Naturschützer verweisen auf seltene Pflanzen und Tiere, die an den Rändern der kleinen Feuchtgebiete gedeihen.

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Pflegeplan an Schmetterlinge angepasst

Möglichst schonend geht man vor allem dort vor, wo der seltene Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling vorkommt. Der Schmetterling legt seine Eier nur auf die Blüten des Großen Wiesenknopfes. Werden die Blumen abgemäht, bevor die Larven sich entwickelt haben, sterben sie ab. Der „Pflege- und Unterhaltungsplan“ für die Grabenböschungen wird deshalb an die Entwicklungsperioden der Schmetterlinge angepasst, erklärte der Verbandsvorsitzende Georg Roth. Auch Bereiche, in denen Rohrschilf wächst, werden berücksichtigt.

Ein weiteres, freiwilliges Projekt des Wasserverbandes Schmutter im letzten Jahr war die Abflachung eines Grabens neben einem Biotop in Biberbach um unterschiedliche Lebensbereiche für Pflanzen und Tiere zu schaffen. Keine Unterstützung braucht allerdings der Biber, der auch an der Schmutter und den umliegenden Gräben immer wieder für Ufereinbrüche und Überschwemmungen sorgt, die aufwendig beseitigt werden müssen.

Sparsam gewirtschaftet

Trotzdem hat der Wasserverband sparsam gewirtschaftet, zeigte die Jahresrechnung. Fast 5000 Euro weniger als die im Haushalt veranschlagten 15000 Euro wurden im letzten Jahr für Pflege- und Instandhaltungsmaßnahmen eingesetzt. Um das Finanzpolster für künftige Aufgaben zu erhalten und die erforderlichen Maßnahmen nach ökologischen Kriterien durchführen zu können, bezahlen die Mitglieder jetzt einen um zwei Euro erhöhten Grundbeitrag von 15 Euro und wie bisher einen Flächenbeitrag von 14 Euro pro Hektar, beschloss der Ausschuss.

Fast 900 Hektar Fläche gehören zum Wasserverband Schmutter Augsburg-Nord. Die 27 Ausschussmitglieder werden aus den 510 Verbandsmitgliedern für eine fünfjährige Amtszeit gewählt. Fünf neue Mitglieder sind in diesem Jahr seit den Neuwahlen im Entscheidungsgremium. Vorsitzender ist weiterhin Georg Roth. Zusätzlich sind die fünf Bürgermeister der Gemeinden Meitingen, Biberbach, Westendorf, Nordendorf und Kühlenthal im Ausschuss vertreten.:

Nicht mehr zur Wahl stellten sich Johann Lutz, der 40 Jahre lang ehrenamtlich tätig war, Franz Magg (30 Jahre) und Josef Foag nach 10 Jahren. Fünf Jahre waren Georg Scharpf und Markus Kopold im Ausschuss tätig. (sdk)

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