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Altenmünster

11.06.2018

Mehr Platz für die Rappelkiste

Der Kindergarten Rappelkiste in Altenmünster hat Platzprobleme.

Planer stellen in Altenmünster Ideen für Kindergarten-Erweiterung vor. Viele schlagen einen Neubau vor

 Der gemeindliche Kindergarten Rappelkiste in Altenmünster platzt aus allen Nähten. Schon jetzt ist eine Gruppe von 25 Kindern vorübergehend im Pfarrheim untergebracht, doch auch dieses Provisorium löst das Problem nicht dauerhaft, denn in den neu erschlossenen Baugebieten in den neun Ortsteilen der Gemeinde ziehen viele junge Familien zu, sodass mit weiterer Nachfrage nach Plätzen in der Tagesstätte zu rechnen ist.

Deshalb hat der Gemeinderat beschlossen, den bestehenden, rund 40 Jahre alten Kindergarten am Hennhofer Weg, Ecke Raiffeisenstraße, zu erweitern, und fünf Architekturbüros eingeladen, dazu Ideen zu entwickeln. Als die Planer nun ihre Entwürfe präsentierten, tagte das Gremium vorsorglich nicht im engen Sitzungssaal des Rathauses, sondern im geräumigeren Gemeinschaftshaus Hennhofen. Tatsächlich füllten Eltern, Mitarbeiterinnen von Kindergarten und Schule sowie Bürger den Saal, um sich zu informieren.

Zunächst schilderte Bürgermeister Bernhard Walter die aktuelle Situation. Derzeit verfügt die Gemeinde Altenmünster über 118 genehmigte Kindergartenplätze: 50 in Altenmünster und 68 in Zusamzell. Dazu kommen die 25 Plätze in der „Notgruppe“ im Pfarrheim. In den Krippen werden 29 Kleinkinder in Altenmünster und 14 in Zusamzell betreut. Anfang 2019 rechnet die Verwaltung mit 140 Kindergarten- und 39 Krippenkindern für beide Einrichtungen.

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Für die Erweiterung könnte nach den Überlegungen des Gemeinderates der Hennhofer Weg überbaut und damit für den Durchfahrtverkehr zur Schule aufgegeben werden. Das würde bedeuten, dass Autos und Schulbusse nur über das Gewerbegebiet im Norden zur Schule fahren könnten. Die Möglichkeit, den Hennhofer Weg mit dem Erweiterungsbau abzuriegeln, nutzten mehrere Planer für ihre Entwürfe.

Günter Axmann-Finkel schlug einen Verbindungsbau mit zwei Gruppenräumen ohne Schlaf- oder Turnräume auf der bisherigen Straße vor, der sich unauffällig zwischen dem Pultdachbau der Krippe und dem Flachdachbau des bestehenden Kindergartens einfügen und bei laufendem Betrieb der Tagesstätten errichtet werden könnte. Die Kosten für circa 270 Quadratmeter Erweiterung schätzt er auf rund 860000 Euro.

Auch Daniel Millers Entwurf sieht einen Verbindungsbau auf dem Hennhofer Weg zwischen den Tagesstätten vor. In seinem rund 340 Quadratmeter großen Gebäude würden eine „Indoor-Spielhalle“, zwei jeweils etwa 50 Quadratmeter große Gruppenräume mit Nebenräumen und ein Büro Platz finden. Die Kosten würden sich auf rund 1,25 Millionen Euro belaufen. „Ein Haus für alle Kinder“ schwebt Matthias Krause vom Büro Krause2 aus Augsburg vor. Er präsentierte einen zweigeschossigen Baukörper mit zwei Gruppen- und zwei Intensivräumen sowie einem Leitungsbüro auf etwa 550 Quadratmetern „als Spange zwischen Krippe und Kindergarten“. In einem zweiten Bauabschnitt würde er den Kindergarten abreißen. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt eines Neubaus setzt Krause mit rund 980 000 Euro an. Auch Georg Hienle würde den bisherigen Kindergarten abreißen. Die Verbindung zwischen dem Neubau und der Kinderkrippe möchte sein Trio durch Dachplatanen auf dem Hennhofer Weg schaffen. Der Entwurf des zweigeschossigen Neubaus, der sich gestalterisch an die Kinderkrippe anlehnen und rund 1,4 Millionen Euro kosten würde, sieht nach Süden ausgerichtete Gruppenräume mit Zugang zum Garten vor. Als Problem sahen die Gemeinderäte die Bauzeit von etwa einem Dreivierteljahr.

Wolfgang Meitinger verzichtete in seinem Entwurf als Einziger auf die Aufgabe des Hennhofer Weges. Er möchte den bestehenden Kindergarten aufstocken – und zwar durch einen separaten, auf Stützen ruhenden Baukörper, „damit der Kindergartenbetrieb während der Bauphase möglichst lange ungestört laufen kann“. Im Obergeschoss könnten auf rund 500 Quadratmetern außer den geforderten zwei Gruppenräumen mit Nebenräumen auch ein Werkraum, ein Schlafsaal, Toiletten und eine „Begegnungsinsel“ untergebracht werden. Die Kosten schätzt er auf rund 2,1 Millionen Euro.

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