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Gestaltung

13.09.2019

Mehr Platz zum Leben in der Ortsmitte

Das bisherige Rathaus von Fischach reicht für die heutigen Anforderungen nicht mehr aus. Im Zuge der Neugestaltung der Ortsmitte der Marktgemeinde wird die Verwaltung in einen Neubau ziehen.

Der Markt Fischach soll größer werden und ein großes Verwaltungsgebäude bekommen. Das bietet Raum für noch viel mehr

Ein größerer Marktplatz mit Platz für zusätzliche Stände, ein neues Gebäude für die Kreissparkasse und, als zentrales Vorhaben, das neue Verwaltungsgebäude mit Platz nicht nur für das Rathaus, sondern auch für die Bücherei, die Volkshochschule und die Familienstation sowie zudem für einen kleinen Bürgersaal: So soll einmal die neue Mitte von Fischach rund um Post- und Hauptstraße sowie am Marktplatz aussehen. Die genauen Pläne werden den Fischachern am kommenden Montag, 16. September, ab 19 Uhr in der Staudenlandhalle vorgestellt.

Die ersten Schritte des Vorhabens liegen bereits gut 20 Jahre zurück. Im Jahr 1998 hatte es eine erste Bürgerbefragung bei 1800 Haushalten der Gemeinde gegeben, was sich die Einwohner für ihren Heimatort wünschen. „Damals ging es vor allem um einen Ausbau der Schule und der Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Gleichzeitig wurde aber auch angemerkt, dass die Ortsmitte besser gestaltet werden sollte. Es ging den Bürgern um Aufenthaltsqualität“, so Bürgermeister Peter Ziegelmeier. Eine zweite Bürgerbefragung im Jahr 2011 bestätigte die Ergebnisse.

Damals kam ein zweites Vorhaben hinzu: Der Marktgemeinderat hatte sich dazu entschlossen, auch große Einzelhandelsgeschäfte im Ortsinneren anzusiedeln und nicht, wie in vielen anderen Kommunen, auf der grünen Wiese. Als erster Schritt entstand so in den folgenden Jahren der neue Rewe zwischen Blumen- und Hauptstraße. Aber dort, wo die meisten Fischacher und Besucher der Marktgemeinde so oft vorbeikommen, rund um den Marktplatz, ging zunächst einmal scheinbar nichts vorwärts. Im Gegenteil, zuerst wurde der Drogeriemarkt Schlecker geschlossen (heute ist dort ein Fitnessstudio eingezogen), dann das Traditionsgeschäft Schreibwaren Pfitzmayer und im vergangenen Frühjahr auch noch die Bäckerei Zott.

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Doch die Entwicklungen hätten für die Marktgemeinde auch Chancen geboten, so Bürgermeister Peter Ziegelmeier. Die ursprüngliche Planung, das wenige Hundert Meter entfernte Rathaus energetisch zu sanieren, wurde fallen gelassen. Stattdessen ergab sich die Gelegenheit, das Grundstück des in der Poststraße abgebrannten Gasthauses Fuchs zu erwerben und zusätzlich auch das Gebäude des ehemaligen Schreibwarengeschäfts sowie ein Anwesen in der zweiten Reihe. „Kurz gesagt, wir haben den ursprünglichen Plan weggeworfen“, so Ziegelmeier.

Grundstücksverhandlungen, Absprachen mit der Regierung von Schwaben, die einen erheblichen Teil der Sanierungskosten für die Ortsmitte übernehmen wird, und Gespräche mit der Kreissparkasse, die an gleicher Stelle mit einem Investor ein neues Gebäude errichten wird, liefen über Jahre hinweg im Hintergrund. Später wurde der Auftrag für das neue Rathaus samt Nebenfunktionen aufgrund der Größe des Auftrags europaweit ausgeschrieben, das Augsburger Architekturbüro 3+-Architekten Glogger.Müller.Blasi erhielt schließlich den Auftrag. Auch die Außenanlagen wurden ausgeschrieben, der Marktplatz soll am Ende von jetzt 500 auf 800 Quadratmeter wachsen und Platz für mehr Stände bieten. Einstimmig hätte sich der Gemeinderat für die Planungen ausgesprochen, berichtet der Bürgermeister.

Immer wieder stand das gesamte Projekt jedoch auch auf der Kippe, verrät er heute. Die Finanzierung sei dabei immer wieder ein Thema gewesen. Nach heutigem Stand hat die Gemeinde nun noch einen Joker in der Hand: das Gebäude und das Grundstück des jetzigen Rathauses. Zieht die Verwaltung aus, könnten die insgesamt 4000 Quadratmeter verkauft werden. „Aber das ist nur eine Option“, so Peter Ziegelmeier. Im Moment würden neue Quartiere für die Vereine gesucht, die in dem Komplex ebenfalls untergebracht sind. Beginnen soll die Umgestaltung im nächsten Jahr: Dann soll mit dem neuen Kreissparkassengebäude begonnen werden. Es wird übrigens vom Fischacher Architekten Peter Kögl geplant.

Die Pläne rund um die neue Ortsmitte werden nun am Montag, 16. September, ab 19 Uhr in der Staudenlandhalle in Fischach vorgestellt.

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