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Landkreis Augsburg

19.02.2019

Mehr als eine Viertelmillion Einwohner leben im Landkreis

Gersthofen ist der zweitgrößte Ort im Augsburger Land. Augsburg. Mehr Einwohner hat nur Königsbrunn.
Bild: Marcus Merk (Symbol)

Das ist ein neuer Rekordwert für den Landkreis Augsburg. Doch wie geht es weiter? Es gibt bereits Prognosen.

Erstmals in seiner Geschichte hat der Landkreis Augsburg mehr als 250000 Einwohner. Das geht aus den Zahlen des statistischen Landesamtes hervor. Sie geben den Stand des vergangenen Sommers wider, werden aber immer erst mit einiger Verzögerung veröffentlicht. Größter Ort im Augsburger Land ist demnach Königsbrunn mit fast 28000 Einwohnern, gefolgt von Gersthofen und Neusäß. Die kleinste selbstständige Gemeinde ist Kühlenthal.

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Dass der Landkreis im Laufe des vergangenen Jahres die „250000-Einwohner-Marke“ erreichen würde, hatte bereits die jüngste Bevölkerungsprognose aus dem Frühjahr 2017 voraus gesagt. Sie geht von einem weiteren Wachstum der Einwohnerzahlen aus: 2036 sollen mehr als 266000 Menschen im Augsburger Land leben, Königsbrunn und Gersthofen sollen als größte Städte jeweils etwa 26000 Einwohner haben.

Alles sechs Jahre gibt es eine Prognose

Möglicherweise sind diese Vorhersagen in einigen Jahren schon wieder überholt. Alle sechs Jahre lässt der Landkreis eine Bevölkerungsprognose erstellen. Sie ist als Fortschreibung der aktuellen Lage zu sehen - dementsprechend unterschiedlich können die Ergebnisse der einzelnen Prognosen ausfallen. Gingen frühere Werke von einer Stagnation der Einwohnerzahl aus, ist jetzt wieder von einer Zunahme die Rede - seit Anfang des Jahrzehnts verzeichnet der Landkreis Augsburg nach einigen mageren Jahren wieder ein Zuwanderungsplus. Genau diese Zuwanderung aber ist die treibende Kraft für ein Bevölkerungswachstum, das deutlich über dem schwäbischen Durchschnitt liegt.

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Allein in den vergangenen 30 Jahren kamen im Augsburger Land knapp 60000 Einwohner hinzu, das entspricht in etwa einer Stadt von der Größe Neu-Ulms. Besonders groß waren die Zuwächse nach Mauerfall und Wiedervereinigung bis in die Mitte der 1990er Jahre hinein, als jedes Jahr rund 3500 Menschen mehr zu- als wegzogen. Diese Werte wurden bis heute nicht mehr erreicht.

Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends kam die Zuwanderung zum Erliegen, die Bevölkerung schrumpfte. Dieser Trend hat sich zu Beginn des Jahrzehnts wieder umgekehrt. Das gute Arbeitsplatzangebot in der Region sowie die relative Nähe zur Boomregion München gelten als Ursachen. Für die Zukunft könnte die neue Uni-Klinik ein wichtiger Faktor werden, die 6500 zusätzliche Arbeitsplätze in die Region bringen soll. (cf)

Wie sich der Zuwachs auswirkt, lesen Sie in unserem Kommentar: Das Wachstum geht weiter

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