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Europaweit einmalig

21.10.2015

Minister weiht Diedorfer Gymnasium ein

Ist seit Schuljahresbeginn in Betrieb: Das neue Schmuttertal-Gymnasium.
Bild: Marcus Merk

Es gibt mehrere Gründe, warum diese Schule so besonders ist

Nach gut zwei Jahren Bauzeit ist das Diedorfer Schmuttertalgymansium am Mittwochvormittag eingeweiht worden. Die Schule gilt dank ihrer Holzbauweise als europaweit einmalig, das Gebäude soll mehr Energie erzeugen, als es verbraucht. Gekostet hat der Bau, der zu SDchuljahresbeginn bezogen wurde, mehr als 40 Millionen Euro.

„Der Neubau des Schmuttertal-Gymnasiums zeigt, wie ein funktionales und zukunftsweisendes Schulgebäude aussehen kann. Die Schülerinnen und Schüler finden hier hervorragende Voraussetzungen für eine umfassende Bildung“, sagte Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle anlässlich der Einweihung.

„‚Offene Lernlandschaften‘ ermöglichen es, die besonderen Bedürfnisse der Gymnasiasten jeder Jahrgangsstufe entsprechend zu berücksichtigen“, stellte der Minister fest. Das Raumkonzept biete nämlich optimale Rahmenbedingungen für einen modernen Unterricht.

Das Konzept der „Offenen Lernlandschaften“ sieht vor, die einzelnen Klassenzimmer einer Jahrgangsstufe um einen sogenannten „Marktplatz“, einen gemeinsamen Bereich für Schülerinnen und Schüler einer Jahrgangsstufe, zu gruppieren. Der „Marktplatz“ ist nicht nur Aufenthalts-, sondern zugleich auch Lernort. Dort finden die Schülerinnen und Schüler neben frei zugänglichen Lernmaterialien auch PC-Arbeitsplätze. Alle Räume auf einer Hauptnutzfläche von rund 8000m² verfügen über einen Netzwerkzugang. Den Gymnasiasten steht damit ein optimal ausgestatteter Lernort zur Verfügung.

Doch nicht nur wegen der Architektur ist der Neubau laut Minister Spaenle ein Leuchtturmprojekt: „Das Schmuttertal-Gymnasium fühlt sich sowohl dem Menschen als auch der Natur verpflichtet. Nachhaltigkeit ist hier nicht nur Grundsatz der schulischen Bildung, sondern auch der Bauweise.“ Der Neubau stellt deutschlandweit eines der größten Holzgebäude dar. Aufgrund des sogenannten „Passiv Plus-Standards“ liefert das Gebäude mehr Energie als es durch seine Nutzung verbraucht und genügt so energetisch höchsten Ansprüchen. Der Freistaat unterstützte das Bauprojekt mit rund 12 Millionen Euro.

Das Schmuttertal-Gymnasium bietet seinen Schülerinnen und Schülern einen naturwissenschaftlich-technologischen und einen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Zweig. Aktuell besuchen rund 620 Gymnasiasten von der 5. bis zur 10. Jahrgangsstufe die Schule. Das Schmuttertal-Gymnasium wurde im Schuljahr 2012/2013 selbstständig. Bis zum Umzug in den Neubau waren die Schülerinnen und Schüler u.a. in der Volksschule Diedorf untergebracht.

Es ist das fünfte Gymnasium im Landkreis Augsburg und wird seinen Titel als jüngstes Schulgebäude im Augsurger Land schon bald wieder los sein. Derzeit entsteht in Neusäß ein nagelneues berufliches Schulzentrum. Und auch in Gersthofen diskutiert der Landkreis den kompletten Neubau des dortigen Paul-Klee-Gymnasiums.

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