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Missbrauchsfall Reitenbuch: Kirche muss den Opfern endlich zuhören

Missbrauchsfall Reitenbuch: Kirche muss den Opfern endlich zuhören
Kommentar Von Maximilian Czysz
31.01.2020

Kaum zwei Monate nach der Berichterstattung über den Missbrauchsfall im Kinderheim Reitenbuch hat die Diözese eine Expertengruppe gegründet.

Der Auftrag der Expertengruppe lautet, Licht ins dunkle Kapitel der Einrichtung zu bringen. Die schnelle Reaktion zeigt, dass die Verantwortlichen das Thema sehr ernst nehmen. Das ist gut so. Denn die lückenlose und vor allem unabhängige Aufarbeitung der Geschichte ist wichtig für die Gegenwart. Sie ist eine zentrale Grundlage für einen guten Kinderschutz.

Was aber bedeutet die Aufarbeitung für die Opfer? Sie bietet ihnen die Gelegenheit, über das zu reden, was sie seit Jahren belastet und ihnen auf der Seele liegt. Sie dürfen sich jemanden anvertrauen bei aller Scham, die sie empfinden. Sie bekommen jemanden an ihre Seite, der ihnen zuhört, ohne abzuwehren.

Die Schuld lässt sich nicht leugnen oder abschütteln

Die Kirche hat bislang zu oft die Ohren verschlossen, hat bei Missbrauchsskandalen versagt, wie der Freiburger Erzbischof Stephan Burger schon öffentlich bekannte. Die Glaubensgemeinschaft steht den Betroffenen gegenüber aber in einer Schuld, die sie nicht leugnen oder abschütteln kann.

Was sich damals in dem Kinderheim abspielte und was die Kirche nun plant, lesen Sie in unserem Artikel:

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