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Sonnenfinsternis am Freitag

18.03.2015

Mit Brille ein riesiges Ereignis

Dem Wertinger Optiker Frank Dworschak (links) wie seinen Kolleg(inn)en sind die Schutzbrillen ausgegangen. Ohne Brille kann ein Blick in Richtung Sonne – auch wenn sie im Moment der Sonnenfinsternis nicht blendet – gefährlich für die Netzhaut des Auges sein. Glücklich kann sich daher schätzen, wer eine Brille hat. Im Bild von links Ingrid Gumpp (Binswangen), Sarah Fink (Wortelstetten), Ramona Richter (Rain) und Lea Fink (Wortelstetten).
Bild: Reichhardt

Schutzbrillen sind allerdings in den Geschäften mittlerweile sehr rar

Wer am Freitagvormittag seinen Blick in den Himmel richtet, der sollte auf keinen Fall vergessen, eine Schutzbrille aufzusetzen. Denn ungefähr um 9.30 Uhr beginnt die partielle Sonnenfinsternis, die in etwa bis 12 Uhr dauern soll. „Da es sich um eine Teilfinsternis handelt, werden wir allerdings keine Nachtstimmung haben. Denn sichtlich dunkel wird es erst ab 90 Prozent Verdunklung. Wir werden in Bayern etwa 68 Prozent haben“, erklärt Maximilian Stumböck von der Volkssternwarte Streitheim.

Das Tragen einer Schutzbrille ist beim Betrachten der Sonnenfinsternis dringend notwendig. Der Wertinger Optiker Frank Dworschak informiert: „Würde ein Beobachter am Freitagvormittag ohne vorgeschriebene Schutzbrille in den Himmel blicken, so wäre das äußerst schädlich. Die Strahlen verbrennen dann im schlimmsten Fall die Netzhaut.“ Sigrid Straub, Optiker-Gesellin bei Kolb, fügt hinzu, dass der Blick ohne Schutzbrille in etwa genauso schlimm sei, als würde der Betroffene direkt in die Sonne blicken. Dabei kneife man ja auch intuitiv die Augen zusammen, da die Strahlen zu hell sind.

Jedoch sind die benötigten Schutzbrillen auch im Zusamtal zu einer Rarität geworden. „Die Nachfrage war so groß, dass alle Brillen schnell weg waren. Wir haben dann bei den Herstellern angefragt, aber auch dort waren schon alle Schutzbrillen ausverkauft“, erzählt Sabrina Stock, Optikerin bei Baur Optik. Im Moment rufen nun bis zu 20 Leute täglich an und fragen nach den begehrten Sonnenfinsternis-Brillen.

Denn auch im Internet lassen sich nicht viele Angebote finden. Und diese Angebote sind meist völlig überteuert. Das ist auch Frank Dworschak aufgefallen. Der große Mangel an Schutzbrillen liegt seiner Meinung nach daran, dass bei der letzten partiellen Sonnenfinsternis zu viele Brillen übrig geblieben waren. „Keiner hatte mit so einer großen Nachfrage gerechnet“, so der Optiker. Auch die Restbestände der letzten Sonnenfinsternis habe er schon verkauft.

Anja Hartmann, Lehrerin an der Wertinger Realschule hat die Not dagegen erfinderisch gemacht: Sie will morgen mit ihren neunten Klassen selbst Brillen mit Schutzfolie basteln, um anschließend das Spektakel mit den Schülern zu betrachten.

Die Befürchtungen, die Sonnenfinsternis könnte sich negativ auf die Stromversorgung auswirken, sieht André Steinau, Pressesprecher von GP-Joule als unbegründet. GP- Joule ist der Betreiber eines Solarparkes in Buttenwiesen. André Steinau erklärt, dass das Phänomen der Sonnenfinsternis für die Photovoltaik-Module nichts Außergewöhnliches sei. „Die Module reagieren genauso, wie sie es an bewölkten Tagen oder nachts tun.“

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