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40 Jahre

17.05.2019

Mit Elan ins doppelte Vereinsjubiläum

Immer auf der Suche nach neuen Attraktionen für ihren Verein sind (von links) Josef Fink, Marianne Bahr und ihre Tochter Christine Heidenreich.
Bild: Sonja Diller

Gablinger Gartenfreunde feiern mit mehreren Veranstaltungen. Das Programm ist dicht

Gleich zwei Jubiläen kann der Gartenbauverein Gablingen feiern. Vor 40 Jahren suchten Edwin Bahr, Karl Hannawald und Jakob Fath nach Gleichgesinnten und wurden fündig. Bei der Gründungsversammlung 1979 unterschrieben spontan 62 der 72 Anwesenden einen Mitgliedsantrag. Ein Jahr später waren es schon 96 mit Tendenz nach oben. Als „Wühlmäuse“ ging die Nachwuchsgruppe vor zehn Jahren an den Start. Somit haben die Großen und die Kleinen im Verein für Gartenbau und Landespflege, wie die Gablinger Gartler offiziell heißen, in diesem Jahr einiges zu feiern.

Marianne Bahr hat in Vorbereitung dazu tief in den Vereinsannalen gekramt. Alle Ziele der vielen Ausflugsfahrten finden sich in ihren Ordnern. Die Gartenfeste, der gemeinsame, von Karl Hannawald angeführte Einsatz für den Bau des Bürgerhauses als Treffpunkt in der Siedlung. Die Teilnahme bei der Grünen Woche in Thierhaupten vor bald 20 Jahren, die Ausstellung von 300 Kakteen aus der Zucht von Ehemann Edwin bei der Landesgartenschau 1984 in Augsburg. 40 Jahre sind da minutiös festgehalten und wecken bei der Durchsicht jede Menge Erinnerungen.

Marianne Bahrs Mann Edwin war bis zu seinem Tod 2008 neunundzwanzig Jahre lang der Erste Vorstand. Als Josef Fink dessen Aufgaben übernahm, sprang sie als seine Stellvertreterin in die Bresche. Denn „ohne die Marianne geht es nicht“, ist für Fink deren Erfahrung Gold wert.

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Immer schon mitten drin im Geschehen war Tochter Christine, die seit 2003 als Schriftführerin die Geschichte des Vereins weiterschreibt. „Der Gartenbauverein gehörte immer zur Familie“, erinnert sich Christine Heidenreich an die vielen Einsätze für die Gemeinschaft. Nachwuchssorgen gibt es bei den Gablinger Gartlern nicht, dafür sorgt nicht zuletzt Annelise Trettwer, die als pensionierte Lehrerin die Jugendleitung übernommen hat.

Auf die aktuell 240 Mitglieder ist Josef Fink stolz. Und auch auf die große Unterstützung der Gablinger. Sechsmal im Jahr sammelt der Verein das Altpapier der Mitbürger ein. „Wir sind dankbar, wenn sich die Leute die Mühe machen, das Papier für den Verein auf die Seite zu legen und es nicht in die blauen Papiertonnen werfen.“ Denn die Sammlungen sind die einzige Einnahmequelle des Vereins neben den Mitgliedsbeiträgen.

Das für sie so wichtige Miteinander pflegen die Gablinger nicht nur intern im Verein. Nach Ellgau fahren sie immer am Ostermontag zum Theater und in Hirblingen ist das Weinfest Pflichttermin. Die jährlichen Ausflüge werden inzwischen gemeinsam mit Vereinen in Hirblingen, Batzenhofen und Lützelburg gemacht. Gemeinsam kommt man weiter und füllt die Busse, die keiner mehr alleine ausgebucht bekommt.

Jedes Jahr wird ein Gartenfest gefeiert, den Schulgarten zu pflegen ist Ehrensache, und der Waldgottesdienst im „Rosshimmel“ ist ein Besuchermagnet. Auf Ausflügen zum historischen Wasserkraftwerk in Langweid, zum Imker und zur Feuerwehr lernt der Nachwuchs die Umgebung kennen. Dass Blumen ihr Handwerk sind, zeigen die Vereinsmitglieder, wenn die Turnhalle beim jährlichen Konzert des Musikvereins festlich dekoriert wird.

Für das Jubiläumsjahr haben sich die Mitglieder noch ein paar Extras ausgedacht. Beim Weidenflechtkurs kann man sich neue Ideen für die Deko im Garten holen, im Juli geht es zur Bundesgartenschau nach Heilbronn. Noch im Mai lernen Orchideenfans, wie die edlen Gewächse richtig umgetopft werden, im Herbst gibt es einen Vortrag zu den vielen Kartoffelsorten, die man anbauen kann.

Beim Festakt am 21. September stehen die immerhin 27 Gründungsmitglieder und drei Ehrenmitglieder im Mittelpunkt.

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