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Oberschönenfeld

16.08.2019

Mit Kater Bernhard auf Erkundungsgang

Als Sommerferienaktion für Familien gibt es dieses Heft noch bis einschließlich Sonntag, 1. September, gratis an der Kasse im Besucherzentrum.
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Als Sommerferienaktion für Familien gibt es dieses Heft noch bis einschließlich Sonntag, 1. September, gratis an der Kasse im Besucherzentrum.
Foto: Siegfried P. Rupprecht

Im Museum gibt es für Kinder ein Entdeckerheft. Sie erfahren dabei nicht nur, wie die Nonnen einst ihre eigene Limo herstellten, sondern werden auch belohnt.

Kater Bernhard ist ein Vierbeiner mit vielfältiger Funktion. Er stromert über das Gelände der Zisterzienserinnenabtei Oberschönenfeld. Darüber hinaus ist er als Comicfigur Maskottchen des dortigen Museums. Jetzt hat er sich gar zum Hauptdarsteller eines Entdeckerheftes für Kinder gemausert.

Das kam so: Rund 250 Sonderausstellungen aus den Bereichen Kunst und Kultur hat das Museum seit seiner Eröffnung im Jahr 1984 präsentiert. Um in diese Vielfalt auch verstärkt Kinder einzubinden, haben sich die Kulturhistorikerin Eva Bendl und die Museumspädagogin Anja Mayle etwas Besonderes einfallen lassen. Sie schufen zur aktuellen Dauerausstellung „Tradition im Umbruch“ und „Geschichten aus Schwaben“ ein Entdeckerheft für Kinder zum Mitmachen. Als Sommerferienaktion für Familien gibt es dieses Heft noch bis einschließlich Sonntag, 1. September, gratis an der Kasse im Besucherzentrum. Lediglich der Museumseintritt muss entrichtet werden.

Ein Kater in der frechen roten Hose mit weißen Tupfen

Im Mittelpunkt der 34-seitigen Publikation steht Kater Bernhard. Die liebenswerte Figur hat Daniela Kulot geschaffen, die Grafikdesign und Illustration an der Fachhochschule Augsburg abgeschlossen hat und mittlerweile eine der erfolgreichsten deutschen Kinderbuch-Autorinnen ist. Mit dem grau-weißen Kater in der frechen roten und mit weißen Tupfen versehenen kurzen Hose können Museumsbesucher ab acht Jahren allein oder ab fünf Jahren in Begleitung von Erwachsenen auf Erkundungsrundgang durch die Dauerausstellung gehen.

„Bei Rätsel- und Suchaufgaben gibt es viel Unterhaltsames, Kindgerechtes, Spannendes und zugleich Seltsames zu erforschen“, sagt Museumspädagogin Oda S. Bauersachs, die zusammen mit Dorothee Pesch redaktionell für das Entdeckerheft verantwortlich ist. Kater Bernhard verweist aber auch auf Dinge, die man problemlos zu Hause ausprobieren kann.

Ein Schrank mit geheimnisvollen Türen

Los geht es mit ihm im 1. Stock des Museums. Dabei macht der Kater die kleinen Besucher aufmerksam auf eine Art Thron im Kloster und auf eine Maschine, mit der die Nonnen vor rund 100 Jahren Limonade herstellten. Er präsentiert, wo und wie die Menschen einst gewohnt haben, und verweist auf einen Schrank mit geheimnisvollen Türen. Dahinter verstecken sich Gegenstände für christliche Feste. „Findest du den Osterhasen, die Christbaumkugeln und die Taufjacke?“, fragt hier Kater Bernhard. Die Lösungen dazu trägt der junge Besucher in eine Zeichnung im Entdeckerheft ein.

Bei seinem Rundgang führt der Kater auch in ein typisches Wohnzimmer aus den 1960er Jahren. „Die Möbel waren damals megacool“, meint der Vierbeiner. Ein andermal fordert er auf, das Plakat „Krieg und Küche“ aus dem Ersten Weltkrieg zu suchen. Damals habe es zu wenig Getreide gegeben, berichtet er. „Man ersetzte das fehlende Getreide-Mehl kurzerhand durch andere Zutaten.“ Schließlich will Bernhard noch wissen, was Heimat für den Einzelnen bedeutet. Dieser Bereich sei sein Favorit, erzählt er und lädt zu einer Entdeckungsreise mit Riechen, Hören, Fühlen und Schauen ein.

Für die Mühen der kleinen Teilnehmer gibt es am Schluss noch eine Belohnung. Oda S. Bauersachs verrät, was es ist: „Ein Kater-Bernhard-Button oder -Magnet für zu Hause.“

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