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Konzert

07.03.2016

Mit Stock, Charme & Melone

Fröhlich und frivol: Sängerin Agnes Reiter auf den Spuren von Zarah Leander und Marlene Dietrich.
Bild: Thomas Hack

Café Arrabbiata taucht in die Welt der 1920er- und 30er-Jahre

„Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre...“ – wer kann die Traurigkeit dieses unvergessenen Liedes wohl leidenschaftlicher einfangen als Sängerin Agnes Reiter mit ihrer erfolgreichen Bühnenformation Café Arrabbiata? Mit jener wunderschönen Hommage an Weltstar Marlene Dietrich öffnete der Bürgersaal seine Pforten zu einer musikalischen Welt, die das Publikum auch heute noch zum Träumen, Lachen und Genießen einzuladen vermag.

Verführerische Violinenstriche, klagende Klarinettenläufe und originelle Arrangements aus den 20er- und 30er-Jahren sind das Markenzeichen des fünfköpfigen Ensembles, welches auch in Stadtbergen die Herzen der Besucher erobern konnte. Die „Nacht voller Seligkeit“ von Marika Rökk war gleichermaßen ein Schmuckstück des neuen Programms wie auch die zeitlosen Filmmelodien aus nostalgischen UFA-Produktionen.

Nicht wenige Melodien entwickelten gerade durch ihren ausgesprochen leisen und bescheidenen Charakter den unvergleichlichen Charme jener Epoche, wie etwa ein neues Arrangement des Pianisten Christoph Teichner, welches einfach nur das Glücksgefühl beschreibt, das man mit einem lieben Menschen beim gemeinsamen Tanz erleben kann – eine herrliche Ballade und eine durchweg glaubhafte Gesangsstimme.

Mit Stock, Charme und Melone schwebte schließlich auch noch Bratschistin Kirstin Arndt über die Bühne und erntete für ihre knallige Stepptanzkunst den wohlverdienten Applaus des Publikums. Einer der Höhepunkte des Abends zeigte sich dann aber eher unerwartet mit einem epischen Klanggemälde, das an eine ganz andere Welt erinnerte, die Welt der orientalischen Wüsten: Café Arrabbiata präsentierte im Bürgersaal eine gelungene Auswahl an Glanzlichtern der deutschen Salonmusik und hat diese in angenehmer Weise umgesetzt, wobei jedem Instrument der gleiche Platz zugestanden wurde. Romantisch, sinnlich – und doch an keiner Stelle unnötig verklärt. (hath)

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