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Mit dem Bulldog zum Saften

Kommentar Von Elli Höchstätter
03.09.2018

Lange ist es her, dass wir als Kinder zum Saften gefahren sind. Aber die Erinnerungen, die bleiben.

Der fruchtig-süße Geruch nach Äpfeln und Holz, die dampfige Hitze auf der Haut und das laute Knattern der Zerkleinerungsmaschine. Für uns Kinder war es ein Fest, wenn es zum Saften ging.

Damals gab es noch keine „Bags in Boxes“, sprich die praktischen Plastikschläuche in einem Karton. Vielmehr wurde der Saft in Flaschen abgefüllt. Um all die Äpfel der Großfamilie zu transportieren, wurde der Bulldog des Onkels ausgeliehen. Mit dabei wir Kinder, die die windige Fahrt auf dem lauten Gefährt in vollen Zügen genossen. Auf dem Anhänger lagen aber nicht nur die Äpfel, sondern auch das Holz. Denn damals musste man das Brennmaterial selbst mitbringen, um den Saft zu erhitzen, bevor er abgefüllt wurde.

In der Mosterei gab es für uns genug zu tun. So mussten die Tücher ausgeschüttelt werden, in denen der Saft gepresst wurde. Oder wir stülpten uns die viel zu großen Plastikhandschuhe über, um die abgekochten Schraubverschlüsse aus dem heißen Wasser zu fischen und auf die Flaschen zu drehen. Natürlich gab es nach jeder Saftaktion Brandblasen. Doch das war egal. Denn wir durften den frisch gepressten Apfelsaft probieren. Dieser intensive Geschmack ist einfach unvergleichlich.

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