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07.12.2013

Mit diesem Team will die CSU punkten

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Michael Higl erhält von seinen Parteikollegen die volle Rückendeckung. Der Bürgermeister ist von diesem Vertrauensbeweis sichtlich bewegt. Doch bei der Veranstaltung gibt es auch eine Überraschung

Meitingen So richtig viel Spannung ist bei den meisten Nominierungsversammlungen nicht mehr drin. Auch bei der Veranstaltung der CSU am Donnerstag stand schon fest, dass Michael Higl zum Bürgermeisterkandidaten gekürt wird. Die einzige Frage dabei war, ob er dabei auf die volle Unterstützung seiner Parteikollegen bauen kann. Am Ende der Auszählung konnte Higl, der durchaus etwas angespannt wirkte, befreit aufatmen. Alle 42 Wahlberechtigten sprachen ihm das volle Vertrauen auf. „Ich bin sehr bewegt“, sagte er.

Das gute Ergebnis für Higl überraschte nicht. Immerhin hatte ihm sogar die Opposition im Marktgemeinderat ein gutes Zeugnis für die Arbeit in den vergangenen sechs Jahren ausgestellt. Aus diesem Grund wird es vermutlich auch keinen Gegenkandidaten geben.

Doch der Abend brachte eine Überraschung mit sich. CSU-Fraktionsvorsitzender Heinz Liebert wird sich nicht mehr als Kandidat für den Marktgemeinderat aufstellen lassen. Der 63-Jährige aus Langenreichen ist ein politisches Urgestein. Mehr als die Hälfte seines Lebens, nämlich 36 Jahre, saß er im Marktgemeinderat. Doch nun will er sich auf die Arbeit im Kreistag konzentrieren. Dort habe er die nicht ganz einfache Aufgabe, die CSU-Fraktion zu führen, die in diesem Gremium keine eigene Mehrheit hat. „Ich will mich wieder ganz in den Dienst der CSU im Kreistag stellen lassen“, erklärte er. Er schaffe es zeitlich nicht mehr, die beiden Ehrenämter neben seiner anspruchsvollen beruflichen Arbeit zu stemmen, und verzichte deshalb auf einen Platz im Marktgemeinderat. Der Arbeit des Bürgermeisters zollte er großen Respekt. Higl habe Meilensteine gesetzt und eine super Bilanz hingelegt, sagte er.

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Generationswechsel vor sechs Jahren

Doch Liebert ist nicht der Einzige, der nicht mehr antreten wird. Auch Ulrich Kraus und Albert Rieger ließen sich nicht mehr als Kandidaten aufstellen.

Denkt man an den Umbruch in der CSU Meitingen vor sechs Jahren, sind dies nur kleinere Veränderungen. 2008 stand der große Generationswechsel an. Damals hörte nicht nur Bürgermeister Alfred Sartor auf, sondern mit ihm auch noch weitere sechs von insgesamt 11 Marktgemeinderäten. Was folgte, war ein Wahlkrimi. Higl konnte sich damals in der Stichwahl mit einem denkbar knappen Vorsprung von nur 18 Stimmen gegen Matti Müller (SPD) durchsetzen.

An das knappe Wahlergebnis erinnerte auch Landrat Martin Sailer in seiner Ansprache. Und auch Higl erklärte, dass man daraus gelernt habe, dass wirklich jede Stimme zähle. Er habe zu Beginn seiner Amtszeit und in den vergangenen Jahren ein Riesenglück mit seiner Fraktion gehabt, in der es viel Fachwissen in den verschiedensten Bereichen gibt. Dabei verschwieg er nicht, dass es teilweise auch kontrovers zuging, denn es sei nicht einfach gewesen, über ein Windrad in Langenreichen oder über die Schließung der Schule in Erlingen zu diskutieren.

Higl erläuterte auch, welche Schwerpunkte er in den nächsten Jahren setzen will. Neben der Daseinsvorsorge, sprich Investitionen in das Wassernetz oder in den Straßenbau, gehe es ihm darum, Meitingen als Wirtschaftsraum mit Lebensqualität zu stärken und auszubauen. Auch die Frage, was eine Gemeinschaft zusammenhält, will Higl näher beleuchten. Beispielsweise müsse über neue Wege nachgedacht werden, damit ein Ehrenamt neben Beruf und Familie ausgeübt werden kann.

Ohne große Diskussionen wurde die Liste der 24 Kandidaten für den Marktgemeinderat verabschiedet, die fast ausschließlich von den amtierenden Räten angeführt wird. Als Kandidaten haben sich 19 Männer und fünf Frauen aus der gesamten Marktgemeinde aufstellen lassen.

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