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Gersthofen

29.01.2020

Mittelschule: Jetzt ist das Außengelände dran

So weitläufig sieht das Außengelände der neuen Gersthofer Anna-Pröll-Mittelschule aus. Bis spätestens anfang März soll dann die Landschaftsgestaltung beginnen.
Foto: Marcus Merk

Der Gersthofer Neubau soll bis zum Jahresende endgültig fertig sein. Dennoch hat die Stadt bereits eine weitere Vergrößerung im Visier.

Seit zwei Jahren ist die neue Anna-Pröll-Mittelschule in Betrieb. Doch erst jetzt können die Außenanlagen in Angriff genommen werden. Bis zum Jahresende soll das neue Schulgelände dann gestaltet sein.

„Dank des milden Wetters im Winter sind wir im Plan“, erklärt Rathaussprecherin Ann-Christin Joder auf Anfrage. Demzufolge soll – je nach Witterung – Mitte Februar bis Anfang März mit der Landschaftsgestaltung im Schulhof begonnen werden. „Derzeit laufen die Restarbeiten, um das Gelände, so wie von den Landschaftsarchitekten vorgesehen aufzufüllen.“

Doch schon jetzt sind die Arbeiter auch an einem anderen Bereich am Werk: Denn in dieser Woche sollen die Betonarbeiten für die überdachten Abstellanlagen für die Fahrräder starten. Das wird nicht das einzige Gewerk sein, welches noch ansteht. Denn es ist auch geplant, eine Verbindungsstraße zwischen dem Neubau der Mittelschule und dem bestehenden Mensagebäude beim benachbarten Paul-Klee-Gymnasium zu errichten.

Neue Mittelschule wird bereits erweitert

Und eine weitere Baustelle an der Anna-Pröll-Mittelschule ist derzeit stark frequentiert: Weil das neue, 34 Millionen Euro teure Schulgebäude schon bei der Inbetriebnahme zu klein gewesen ist, entsteht am westlichen Flügel ein Anbau. Die Anna-Pröll-Mittelschule hat 629 Schüler in 33 Klassen. Der Neubau, der nach dem bereits vor Jahren aufgestellten Raumprogramm der Regierung von Schwaben errichtet werden musste, bietet 24 Klassenzimmer.

Weil derzeit sieben Klassenzimmer fehlen, müssen Fach- und Ausweichräume für diesen Zweck genutzt werden und stehen für den Fachunterricht nicht zur Verfügung. Sechs Klassenzimmer, ein Abstellraum und ein WC sollen im Anbau an einem Seitenflügel die Raumnot lindern. Die Klassenzimmer gruppieren sich um einen zentralen Bereich. Die WCs sind am Übergang zum bestehenden Flügel. Die Tendenz bei den Schülerzahlen ist unter anderem wegen der Ausweisung neuer Wohngebiete in Gersthofen und des weiteren Einzugsbereichs der Schule steigend.

Beispielsweise durch das neue Baugebiet nördlich der Thyssenstraße wird mittelfristig weiterer Raum für zusätzliche Schüler benötigt. Auch das derzeit entstehende Quartier Römertor mit 200 Wohnungen auf dem ehemaligen Praktikergelände im Süden Gersthofens wird zusätzliche Klassen bringen.

Gersthofen und die Schule werden weiter wachsen

Doch wenn die Stadt bis zum Jahr 2030 von heute knapp 23.000 auf dann 27.000 Einwohner wächst, braucht die Schule elf weitere Klassenzimmer. Diesen Bewölkerungszuwachs strebt die Stadt nach derzeitiger Beschlusslage des Stadtrats an. Um die Auswirkungen auf die Mittelschule zu ermitteln, hat die Stadt sich vom SAGS-Institut eine eigene Prognose erstellen lassen. Die bezieht das derzeit in Planung befindliche Wohngebiet „Nördlich der Thyssenstraße mit im Endausbau 2400 Einwohnern ein. Hinzu kommt eine Bebauung im Bereich „Stiftersiedlung Nord“ mit bis zu 750 Einwohnern. Eine Nachverdichtung im gesamten Stadtgebiet könnte noch weitere 2688 Einwohner bringen. Insgesamt kommt die Prognose damit auf 5838 neue Einwohner.

Alternativ untersuchte die Prognose noch den Stand im Jahr 2030 - also vor dem Endausbau von Thyssenstraße und Stiftersiedlung. In diesem Fall kamen die Statistiker aus 4326 zusätzliche Einwohner im Vergleich zu heute. Bei der Variante ohne Endausbau steigen den Schülerzahlen demzufolge bis 2030 von heute knapp 650 auf dann 801. Das heißt, die Anna-Pröll-Mittelschule umfasst dann statt aktuell 33 bis dahin 41 Klassen.

Doch die Mittelschule ist bald nicht die einzige Baustelle am Schulzentrum: Im Februar 2021 soll Spatenstich für das neue Gymnasium auf dem Festplatz sein. Für das größte Hochbauvorhaben, das der Landkreis je angepackt hat, sind 75 Millionen Euro veranschlagt.

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