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Gersthofen

26.05.2019

Mittelschule erhält Kunst am Bau

Die alte Gersthofer Mittelschule ist abgerissen. Jetzt kann das Außengeländer gestaltet werden.
Bild: Marcus Merk

 Gersthofen schreibt unter dem Motto „Widerstehen – Wieder Stehen – Aufrecht Gehen“ Wettbewerb aus. Die Stadt lässt sich das rund 200000 Euro kosten.

 Mit monatelanger Verspätung ist es nun soweit: Die alte Gersthofer Mittelschule ist abgerissen. nun ist der Weg für die Gestaltung des Außengeländes frei. Ein Bestandteil ist dabei auch „Kunst am Bau“. Mit einem Wettbewerb soll das passende Werk gefunden werden. Das lässt sich die Stadt rund 200000 Euro kosten.

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Gersthofen zahlt 10000 Euro für 1. Preis

Das Preisgelt beträgt 10000 Euro für den 1. Preis (wird mit dem Honorar verrechnet), 5000 Euro für den 2. Preis und 2500 für den 3. Preis. Nach Abzug der Wettbewerbskosten wie Honorare etc bleiben für die Kunst 170000 Euro.

Im Januar vor zwei Jahren hatte der Stadtrat beschlossen, einen Wettbewerb „Kunst am Bau“ für die Anna-Pröll-Mittelschule durchzuführen. Dieser wurde, wie Bürgermeister Michael Wörle im Stadtrat erklärte, „aufgrund von Personalveränderungen im Bauamt zurückgestellt“. Weitere Verzögerungen ergaben sich durch den Umstand, dass beim Abriss des Mittelschul-Altbaus Asbest festgestellt wurde. Der fachgerechte Abbau und die Entsorgung der betroffenen Gebäudeteile kosteten unerwartet viel Zeit.

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Bezug zu Anna Pröll erwünscht

Wie Stadtbaumeister Roland Schmidt betonte, soll die „Kunst am Bau“ möglichst einen Bezug zur Namensgeberin der Schule – der Widerstandskämpferin Anna Pröll – und ihrem lebenslangen Kampf gegen Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit herstellen. Hinzu komme, dass die Schule bei einem Präventionsprojekt als „Schule gegen Rassismus und Schule mit Courage“ ausgezeichnet wurde.

Als Motto des Wettbewerbs schlug Roland schmidt daher „Widerstehen – Wieder Stehen – Aufrecht Gehen“ vor: Im täglichen Umgang miteinander steht die Schule für Toleranz, Respekt, Menschlichkeit und Verständnis sowie für eine vielfältige, bunte Schulgemeinschaft“, so der Stadtbaumeister weiter. Die Kunst am Bau soll eigenständig auf dem Schulgelände Platz finden, aber auch aus allen Geschossen der Schule sichtbar sein.

Gersthofen macht detaillierte Vorgaben

Für den Wettbewerb gelten umfangreiche Bedingungen. Eine Auswahljury wählt aus den eingegangenen Bewerbungen fünf bis zehn Künstler aus, die dann am Wettbewerb teilnehmen dürfen. Dieses Gremium soll aus den Künstlern Nina Zeilhofer und Josef Zankl (Berufsverband Bildender Künstler BBK), Simone Schimpf (Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt), sowie Roland Schmidt und Kulturamtsleiter Uwe Wagner bestehen. Aus den von diesem Gremium gewählten Bewerbern wiederum bestimmt folgendes Preisgericht die Wettbewerbssieger: die Stadträte Sandra Meitinger und Klaus Greiner, Bürgermeister Michael Wörle sowie die Leiterin der Mittelschule Sigrid Puschner. Fachpreisrichter sind Thomas Weitzel (Behnisch Architekten), Norbert Kiening (Vorsitzender BBK Augsburg/Schwaben Nord), Günter Utz (Kulturkreis Gersthofen), Vertreter des Büros Landschaftsarchitekten Liebald und Aufermann sowie Stefanie Dathe vom Museum Ulm. Die Ausschreibung des Wettbewerbs startet am 6. Juni. Die Aufstellung der Kunst am Bau und damit die endgültige Fertigstellung der Anna-Pröll-Mittelschule sind dann für Frühjahr/Sommer 2020 vorgesehen.

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