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Neujahrsempfang

14.01.2019

„Mitten im Schönen“ ist man zuversichtlich

Beim Neujahrsempfang in Neusäß musste gestern ein Mann medizinisch versorgt werden.
Bild: Marcus Merk

In Neusäß kann Bürgermeister Richard Greiner über viel Erfreuliches berichten: Der Wohnungsbau läuft, die letzte Grundschule wird saniert, es gibt wieder eine Kita mehr. Ein Notfall trübt die Feierstimmung

Optimistisch und zuversichtlich in die Zukunft blicken, aber mit einer gesunden Portion Skepsis – das ist für Richard Greiner auch im neuen Jahr eine gute Richtschnur, und damit ist er als Neusässer Bürgermeister in der Vergangenheit auch stets gut gefahren, wie er am gestrigen Sonntag beim Neujahrsempfang in der Stadthalle Neusäß vor mehreren hundert Gästen aus der Bürgerschaft, aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft ausführte.

Musikalisch groovte das Bastian Walcher-Trio die Gäste mit viel Jazz und Swing gekonnt auf das neue Jahr ein. Gekommen waren unter anderem die SPD-Bundestagsabgeordnete Urike Bahr, der SPD-Landtagsabgeordnete und Neusässer Harald Güller, der ehemalige Staatssekretär und MdL Johannes Hintersberger (CSU), der ehemalige Neusässer Bürgermeister Manfred Nozar sowie Landrat und Bezirkstagspräsident Martin Sailer. Dem Landrat dankte Greiner besonders dafür, dass der Landkreis trotz erheblicher Kosten am Schulzentrum in Neusäß im Zuge der Baumaßnahmen am Gymnasium und an der Realschule eine Tiefgarage bauen wird, was die Parksituation verbessern und die Belastung der Anwohner in diesem Bereich spürbar reduzieren wird.

Trotz vieler Unsicherheiten angesichts der Weltpolitik, verbreitetem Populismus und stagnierender Wirtschaftsprognosen hätten gerade die Neusässer allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken, sagte Bürgermeister Greiner: Die Stadtpolitik habe nachhaltig dafür gesorgt, dass neuer Wohnraum entsteht, sich neue Betriebe ansiedeln können und das Gewerbe florieren kann, für die Betreuung von Kindern aller Altersstufen gesorgt ist, die Schulen saniert werden, die Senioren gepflegt und die Umwelt geschützt.

Zum Erreichen dieser Ziele sei es oftmals notwendig gewesen, zähe Verhandlungen zu führen, immer wieder nach Lösungen zu suchen, nicht aufzugeben – vor allem, wenn es um Grundstücke und Bauvorhaben geht, wie man zuletzt beim Erwerb der Seitzwiese in Westheim gesehen habe, die als Ausweichquartier für die Westheimer Grundschule so dringend gebraucht wird. „Bei aller Zuversicht braucht eine Gesellschaft immer auch das Augenmaß und manchmal den skeptisch-prüfenden Blick, wenn Fehlentwicklungen im Raum stehen, die im ersten Moment vielleicht noch visionär erscheinen, sich dann aber als nicht unproblematisch entpuppen“, so Greiner.

Dann kam es beim Neujahrsempfang zu einem bedauerlichen Zwischenfall: Während der Bürgermeister sprach, brach im Saal ein Mann zusammen. Er wurde umgehend von Sanitätern des Roten Kreuzes, des ACO und anwesenden Ärzten versorgt und hinter die Bühne gebracht. Besorgte Blicke folgten dann einem Stadthallenmitarbeiter, der wenige Minuten später durch den Saal rannte und einen Defibrilator holte. Wenig später traf ein Notarzt und ein Rettungswagen ein. Offenbar gelang es aber, denn Mann zu stabilisieren.

Unterdessen begann im Saal der gesellige Teil und die Gäste stellten sich am Buffet an. Bei ungemütlichem Wetter mit Schneeregen verbrachten sie lieber noch ein paar Stunden bei guten Gesprächen und kulinarischen Genüssen.

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