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Thierhaupten

15.10.2019

Multifunktionale Kulturtenne im Kloster Thierhaupten

Im Kloster will der Markt Thierhaupten eine Kulturtenne einrichten, für die Kosten von 850.000 Euro veranschlagt sind. 
Bild: Marcus Merk

Landkreis will den Ausbau in Thierhaupten mit 50.000 Euro unterstützen. Welche Institutionen in dem historischen Gebäude der Marktgemeinde unterkommen sollen.

Der Markt Thierhaupten will in der Süd-West-Ecke des Klosters eine „Kulturtenne“ einrichten. Die Pläne wurden jüngst im Schul- und Kulturausschuss des Kreistags vorgestellt – der Landkreis soll das Projekt, für das insgesamt rund 850000 Euro veranschlagt werden, mit 50000 Euro unterstützen.

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Thierhauptens Bürgermeister Toni Brugger erläuterte die Pläne für den Umbau zu einem Foyer mit Mehrzweckraum und einem begehbaren Depot auf zwei Stockwerken. Davon profitieren könnte das Landesamt für Denkmalpflege, das seinen Dienstsitz im Kloster hat und Räume für Ausstellungen suche. Auch die Schule für Dorf- und Landentwicklung könnte das neue Angebot nutzen. Zusätzlichen Raum werde außerdem für den Kunsthandwerkermarkt (Gartenfest) und den Engerlmarkt benötigt. Nicht zu vergessen die umfangreiche Krippensammlung aus aller Herren Länder, die Ida und Herbert Reiter aus Erlingen dem Freundeskreis Kloster Thierhaupten vor Jahren vermacht hatten. Die fast 400 Exemplare würde in der Kulturtenne einen festen Platz bekommen.

Eine zweistöckige Galerie ist geplant

In den etwa fünf Meter hohen Räumlichkeiten könnte eine Zwischenebene eingezogen werden, um eine zweistöckige Galerie zu erzeugen, erklärten Architektin Aline Junghans und Wirtschaftsingenieur Matthias Maier vom Innenarchitekturbüro Kolb in Stadtbergen jüngst dem Marktgemeinderat von Thierhaupten. In einem Regalsystem sollen dann beleuchtete Schaukästen für die Krippen unterkommen – zusätzlich ausgestattet mit Schubladen für Exemplare, die gerade nicht ausgestellt werden. Vor die Schaukästen sollen Platten mit Bilderschienen vorgeschoben werden können. 

Damit entsteht die Möglichkeit, in den Sommermonaten die Krippen verschwinden zu lassen und Gemäldesammlungen oder Ähnliches zu zeigen. Der frühere Bürgermeister Franz Neher bezeichnete die geplante Kulturtenne im Schul- und Kulturausschuss des Kreistags als „enorme Bereicherung“. Der Bereich im Kloster sei der einzige Standort, der für eine „Klostertenne“ in Frage komme und dem das Landesamt für Denkmalpflege zustimme. Dort habe es zum Ende des Zweiten Weltkriegs Beschädigungen durch Bomben gegeben.

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